RADWEG

Peene-Uferweg führt nicht zurück nach Anklam

Die Uferpromenade und der anschließende Radweg „Grüne Wiese“ laden ein,die Natur um Anklam zu genießen. Problematisch ist nur der Rückweg in die Stadt.
Karsten Riemer Karsten Riemer
Trotz steilen Anstiegs und Geländer wird der Trampelpfad immer wieder genutzt, um vom Peeneufer zurück in die Stadt zu kommen.
Trotz steilen Anstiegs und Geländer wird der Trampelpfad immer wieder genutzt, um vom Peeneufer zurück in die Stadt zu kommen. Karsten Riemer
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Anklam.

Die Uferpromenade entlang der Peene ist eine beliebte Strecke zum Fahrradfahren oder Spazieren. Auch Sportler nutzen den Weg, um sich zum Beispiel mit Nordic Walking, einem Gehsport, der an Skilaufen erinnert, fit zu halten. Einer, der hier regelmäßig anzutreffen ist, ist CDU-Stadtvertreter Bernd Wieczorkowski. „Meine Frau und ich gehen hier immer unsere Nordic Walking-Runde“, sagt er. Doch trotz der wunderschönen Natur am Peeneufer hat der Stadtvertreter ein Problem mit der Strecke: Sie führt nicht zurück in die Hansestadt.

Ausgehend von der Anklamer Innenstadt läuft die Promenade vorbei am Wasserwanderrastplatz und geht dann in den Fahrradweg „Grüne Wiese“ über. Dieser bildet allerdings keinen Rundweg zurück in die Stadt, sondern endet einige Kilometer weiter in der Nähe des Ortes Görke an der B 110. „An der Bundesstraße in die Stadt zu fahren oder zu gehen, ist höchst gefährlich“, so Wieczorkowski.

Ein Trampelpfad als Alternative

Auch anderen Nutzern des Spazier- beziehungsweise Radwegs ist das Problem aufgefallen. Daher haben sie selbst Abhilfe geschaffen, um vom Peeneufer zurück in die Stadt zu kommen. Zwischen Friedhof und der Ortsumgehung B 109 gibt es einen Trampelpfad, der vom Radweg bis zur Demminer Landstraße führt. „Auch hier ist das gefährlich, man muss froh sein, dass bis jetzt nichts passiert ist“, sagt der Stadtvertreter, gibt aber zu, dass auch er den unbefestigten Weg nutze. Selbst der steile Anstieg oder das Geländer an der Straße können die Nutzer des Trampelpfades nicht abhalten, hier ihren Weg in die Stadt zu suchen. „Ich bin überzeugt, dass hier am Tag mindestens 40 bis 50 Menschen lang kommen“, so Wieczorkowski.

Eine Ausweichmöglichkeit wäre der Gang über den Friedhof. Zumindest kommen zwei ältere Radfahrer, die sich auf dem schmalen Trampelpfad abmühen, auf diese Alternative zu sprechen. „Das halte ich aufgrund der Totenruhe allerdings für problematisch“, sagt Wieczorkowski.

Geländer soll für Sicherheit sorgen

Daher plädiert der Stadtvertreter für eine andere Lösung. Er möchte den Weg befestigen lassen und hat bereits einen entsprechenden Prüfantrag im vergangenen Hauptausschuss gestellt. Zusätzlich zu einer Befestigung wünscht er sich Geländer, um den Weg Richtung Ortsumgehung zu sichern. „Das ist hier ja breit genug“, sagt er.

Doch unmittelbar an der Demminer Landstraße ist der Pfad so schmal, dass es kaum möglich ist, sicher neben seinem Fahrrad herzugehen. Allerdings hat Wieczorkowski auch dafür einen Lösungsvorschlag. Der Weg könnte durch Aufschüttungen verbreitert werden. Alternativ könne der Friedhofszaun ein paar Meter versetzt werden, so die Grundstücksfrage geklärt ist. „Wenn man wirklich will, geht das auch unter bestimmten Voraussetzungen“, so Wieczorkowski.

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