Juniorchef Phillipp Kowolik leitet die Milchkuhhaltung bei der Peeneland Agrar und freut sich, hier bald Besucher empfangen zu
Juniorchef Phillipp Kowolik leitet die Milchkuhhaltung bei der Peeneland Agrar und freut sich, hier bald Besucher empfangen zu können. Anne-Marie Maaß
Hoffest

Peeneland Agrar will gute Ernte mit vielen Gästen feiern

Am 27. August wird die Peeneland Agrar in Zarnitz wieder ihre Tore für Besucher öffnen. Beim Hoffest soll es neben der Technikschau und Stallführungen allerhand zu erleben geben.
Anklam

Eigentlich, möchte man meinen, hat ein Landwirtschaftsbetrieb mitten in der Erntesaison schon mit dem täglichen Geschäft alle Hände voll zu tun. Das ist genau genommen auch bei der Peeneland Agrar so. Dennoch steckt man hier gerade zusätzlich in den Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür am Zarnitzer Sitz. Dieser soll bereits am 27. August stattfinden.

Bei der Festvorbereitungen packen alle mit an – die rund 50 Mitarbeiter des Betriebs samt Familien und Partnern. Immerhin gut 1500 bis 2000 Gäste gilt es an dem Samstag dann von 10 bis 17 Uhr zu bewirten, durch die Milchvieh-Stallanlagen zu führen und an den verschiedensten Stationen auf dem Hof zu bespaßen.

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Neue Feldtechnik im Schau-Einsatz

Für das leibliche Wohl sei mit Wildschwein vom Spieß ebenso gesorgt wie für ausreichend Getränke. Außerdem gibt es Livemusik, eine ganze Straße zur Kinderbespaßung, angefangen bei der Strohballenburg.

Alte Landtechnik soll zudem genauso zu sehen sein wie die modernen Geräte, die dann auch zum Teil mit einer Schauvorführung aufwarten. Darunter etwa die neue Rotorhacke und der neuangeschaffte Striegel, erklärt Bernard Kowolik. Angesichts der strengen Begrenzung für den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln setzt man auch bei der Peeneland Agrar zunehmend auf die mechanische Bearbeitung des Ackers.

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Bislang mit Ernte zufrieden

Mit dem bisherigen Ernteergebnis zeigt sich der vorpommersche Betriebsleiter zudem ebenfalls recht zufrieden. So habe man mit rund sieben Tonnen pro Hektar bei der Gerste und vier Tonnen je Hektar beim Raps durchweg gute Ergebnisse eingefahren. Diese liegen in etwa auf dem Niveau der Jahre vor den letzten drei extrem trockenen Erntejahren, erklärt der Landwirt.

„Wir können uns nicht beklagen”, schließt Kowolik. Eine Überraschung gab es zudem beim Roggen, dort hat man mit rund sieben Tonnen pro Hektar – auf einzelnen Flächen sogar zehn Tonnen pro Hektar – das bislang beste Ergebnis eingefahren.

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Mais mit Dürre-Problemen

Doch noch ist das Erntejahr nicht beendet. Während sie beim Getreide in den jeweiligen Wachstumsphasen immer ausreichend Wasser hatten, könnte das nun bei den Futtermitteln durchaus anders ausfallen. So steht der Mais bei der aktuellen Trockenheit teils sehr schlecht da. „Wir überlegen derzeit, auf rund 80 Hektar schon Anfang September zu häckseln”, so Kowolik.

Insgesamt seien rund 500 Hektar in diesem Jahr mit Mais bestellt. Dieser dient etwa den 1250 Milchkühen als Nahrung. Entscheidend sei nun, wie viel Niederschlag noch in den nächsten Tagen fällt. Immerhin, auf den Heuwiesen sehe es noch ganz gut aus und auch die Mutterkühe finden aktuell noch auf den Weiden ausreichend frisches Grün.

 

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