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Pfeffer-Attacke bei der Party im Volkshaus

Die meisten Gäste feierten friedlich im Volkshaus. Doch halt nicht alle.
Die meisten Gäste feierten friedlich im Volkshaus. Doch halt nicht alle.
Oliver Wunder

Die Stimmung bei der Anklamer Silvesterparty im Volkshaus war ausgelassen. Bis fünf Uhr morgens. Da dachten sich zwei junge Männer, dass eine Schlägerei ganz gut tue. Eine junge Dame kam hinzu, versprühte Pfefferspray und verletzte dabei fünf Leute.

Es ist kurz vor fünf Uhr, Neujahrsmorgen. Die Rauchschwaden der Böller haben sich verzogen, es ist frostig kalt – wie auch die Stimmung zweier junger Männer. Alkohol trifft auf Testosteron. Die Männer pöbeln sich an, schubsen und schlagen gegenseitig zu. Plötzlich zischt Pfefferspray dazwischen. Eine junge Frau sprüht in Richtung der Streithähne. Die Augen der Männer brennen und das Atmen fällt ihnen schwer. Sie sind sofort kampfunfähig. Die Schlägerei ist zu Ende. Durch das Spray kommen aber auch unbeteiligte Personen zu Schaden.

Die junge Frau verschwindet, bevor die Polizei da ist. Zusammen mit den Beamten kommt ein Krankenwagen. Fünf verletzte Personen werden wegen Reizung der Augen und Atemwege behandelt. Für die Frau hat ihr Eingreifen ein Nachspiel. „Gegen die Unbekannte ist Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet worden“, sagt Helmut Walther von der Polizei Anklam. Gegen die Prügel-Knaben wird dagegen nicht ermittelt.

Auf der Dose steht der Hinweis „Nur zur Tierabwehr“

Pfefferspray wird zwar von vielen Frauen zur Selbstverteidigung in der Handtasche getragen, doch es darf gegen Menschen höchstens in Notwehr verwendet werden. Auf der Dose steht der Hinweis „Nur zur Tierabwehr“. Wobei zwei alkoholisierte junge Männer durchaus auch wie auch wie Bullen wirken können. Bleibt die Frage, ob die junge Dame in Notwehr handelte, als sie die beiden Jungbullen trennte. War es gefährliche Körperverletzung oder nur beherztes Eingreifen? Die Polizei ermittelt jedenfalls eifrig.

Party-Veranstalter René Haupt hat auch von diesem Vorfall gehört, ihn allerdings nicht gesehen. Der als DJ Melody bekannte Veranstalter ist jedoch zufrieden mit der großen Silvesterfete im Volkshaus. So zufrieden, dass er schon eine Fortsetzung plant. „Beim nächsten Mal machen wir die Tanzfläche größer, denn das haben sich die Gäste gewünscht“, sagt Haupt. Auf Schlägereien und Pfefferspray-Attacken kann er aber allemal verzichten.

Kommentare (3)

Gegen (Jung)Bullen darf man es also einsetzen? Das ist gut zu wissen :)

Die Polizei hätte es nicht anders gemacht,wenn sie die kleinen möchte gern Hähne nicht auseinander bekommen hätte. Und die anderen 3Personen haben was dazu gelernt.

Immer druff damit, schade, dass sie keinen Totschläger dabei gehabt hatte oder Handschellen und eine Schusswaffe, am besten kauft sich jetzt jeder seine eigene Waffe und spielt Sheriff, dann kann man wenigstens den Personalabbau bei der Polizei gutheißen. Vllt. wird Hr. Prof. Dr. Wendt dann wenigstens arbeitslos :)