ERMITTLUNGSERFOLG

Polizei überführt Anklamer Graffiti-Täter

Ist das das Ende der Graffiti-Flut in Anklam? Die Polizei hat sechs Tatverdächtige im Alter zwischen 15 und 21 Jahren dingfest gemacht. Sie sollen für insgesamt 37 Sachbeschädigungen verantwortlich sein und einen Schaden von rund 18.000 Euro angerichtet haben.
Immer wieder tauchten Schmierereien, wie hier im Stadtpark, in Anklam auf – nicht wenige Betroffene dürften durch d
Immer wieder tauchten Schmierereien, wie hier im Stadtpark, in Anklam auf – nicht wenige Betroffene dürften durch den Ermittlungserfolg auf etwas Ruhe hoffen. Dennis Bacher
Anklam.

Immer wieder sorgten Graffitis in Anklam in diesem Jahr für Ärger. Auch eine ausgelobte Belohnung der Stadt konnte zunächst keine Hinweise zu den Tätern bringen. In der Regel blieb es an den Hausbesitzern hängen, für die Schaden aufzukommen. Die Täter zu erwischen, gelang der Polizei zunächst nicht. Doch jetzt die Kehrtwende: Die Polizei teilte am Freitag mit, dass sie nach monatelangen Ermittlungen sechs Schmierfinken dingfest machen konnte. Die Tatverdächtigen sind zwischen 15 und 21 Jahre alt. Die Polizei beschuldigt sie der Sachbeschädigung in insgesamt 37 Fällen, der entstandene Gesamtschaden beträgt gut 18.000 Euro.

Der Kriminalpolizei Anklam sei es bereits im Frühjahr gelungen, zwei Täter im Alter von 15 Jahren auf frischer Tat bei einer Schmiererei an einem Wohnhaus in der Friedländer Straße zu stellen. Im Zuge dessen konnte ein weiterer 16-jähriger Mittäter ermittelt werden. Später habe sich der Verdacht gegen drei weitere Tatverdächtige zwischen 18 und 21 Jahren erhärtet, hieß es jetzt von der Polizei.

Bei insgesamt drei Wohnungsdurchsuchungen konnten die Beamten neben Betäubungsmitteln auch mehrere „Tatmittel“ im Zusammenhang mit den Graffiti-Schmierereien sicherstellen. Dazu zählen Farbspraydosen, Vorlagen für Graffiti, Masken und Schreibblöcke. Aufgrund von personalisierten Zeichen der Sprayer, sogenannten Tags, die immer wieder als Erkennungszeichen verwendet wurden, konnten der Staatsanwaltschaft eindeutige Beweise vorgelegt werden.

Weitere Beweise durch Zufallsfund

Zudem konnte die Polizei bei einem Zufallsfund weitere Beweise sichern. Nachdem bei einer Auseinandersetzung in der Parkallee im Juni ein 17-Jähriger mit einem Messer schwer verletzt worden war, ermittelten die Beamten gegen zwei beteiligte 18-Jährige wegen schwerer Körperverletzung. Im Zuge dessen erfolgten bei einem von ihnen zwei Wohnungsdurchsuchungen, bei denen die Polizei weitere Beweise sicherten.

Der Beschuldigte habe sich teilweise geständig gezeigt, teilte die Polizei mit. Er soll unter anderem für Schmierereien am Anklamer „Volkshaus“, auf dem Gelände des Lilienthal-Gymnasiums sowie für mehrere Graffiti in der Keilstraße, an einem Supermarkt in der Friedländer Straße und auch im Bereich des Bahnhofgeländes verantwortlich sein.

Gegen den zweiten 18-Jährigen werde ebenfalls wegen des Verdachts der Sachbeschädigung durch Graffiti ermittelt. Die Ermittlungsergebnisse hat die Polizei an die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg übergeben.

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