Evakuierung
Polizeieinsatz wegen K.O.-Spray in Greifswald

Wegen eines Pfefferspray-Einsatzes in einer Wohnung musste die Polizei in Greifswald ausrücken (Symbolbild)
Wegen eines Pfefferspray-Einsatzes in einer Wohnung musste die Polizei in Greifswald ausrücken (Symbolbild)
Boris Roessler

In Greifswald musste nach einem Notruf die Polizei und Feuerwehr wegen eines beißenden Gestanks anrücken. Nach Evakuierung und Türaufbrechen war klar: Der Anrufer war selbst der Verursacher.

Am Samstag, 11. Mai, gegen 10.45 Uhr meldete sich ein 55-jährige Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Greifswalder Walter-Schlaak-Straße über Notruf bei der Polizei. Dort teilte er mit, dass sich im Wohnhaus ein beißender Geruch ausbreitete. Dazu sehe er an der Decke seiner Wohnung einen braunen Fleck.

Umgehend eilten Polizeibeamte des Greifswalder Reviers und die Berufsfeuerwehr zum Einsatz. Auch diese stellten einen beißenden Geruch im Hausflur des Wohnhauses fest.

Wohnhaus wird vorsorglich evakuiert

Aufgrund dessen öffnete die Berufsfeuerwehr Greifswald die darüber liegende Wohnung gewaltsam, um den Ursprung zu prüfen. Vorsorglich wurden alle acht Mietparteien des Hauses evakuiert.

Die Türenöffnung war zwecklos, denn es stellte sich heraus, dass der 55-jährige Anrufer ein K.O.-Spray zur Abwehr von gefährlichen Tieren im Gebäude ausgelöst hatte und sich das Reizgas dann im Hausflur des Wohnhauses verteilte.

Nur der Anrufer und seine Lebensgefährtin klagten über eine leichte Reizung der Atemwege. Diese wurden durch einen Rettungswagen vor Ort ambulant behandelt. Nach kurzzeitiger Lüftung des Wohnhauses konnten alle Bewohner in ihre Wohnung zurückkehren.