Die Polizei hat am Donnerstag landesweite Kontrollen durchgeführt. Unter dem Motto „Kein Leben auf der Überhol
Die Polizei hat am Donnerstag landesweite Kontrollen durchgeführt. Unter dem Motto „Kein Leben auf der Überholspur” lag der Schwerpunkt auf überhöhte Geschwindigkeit und Überholen. An der Aktion beteiligte sich auch das Polizeirevier Anklam. Sven Hoppe (Symbolfoto)
Landesweite Kontrollen

Polizisten erwischen Raser bei Anklam

Wer in Spantekow am Donnerstag im Straßenverkehr zu schnell unterwegs war, hatte gleich an zwei Stellen das Vergnügen, Bekanntschaft mit der Polizei zu machen.
Anklam

„Kein Leben auf der Überholspur” lautete das Motto für eine landesweite Kontrollaktion der Polizei am Donnerstag zum Thema Geschwindigkeit und Überholen. An der Aktion beteiligte sich auch das Polizeirevier Anklam.

Regen erschwert Kontrollen, aber auch das Rasen

In diesem Bereich konzentrierten sich die Kontrollen auf den Ort Spantekow. Dort wurde im Laufe des Tages an gleich zwei Kontrollstellen die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer gemessen. Die Ausführung richte sich immer jeweils an der aktuellen Einsatzlage aus, hieß es aus der Pressestelle der Polizeiinspektion. Auch der anhaltende Regen zum Nachmittag habe für erschwerte Kontrollbedingungen gesorgt und manchen Autofahrer wohl ohnehin ausgebremst.

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Zu schnell waren dennoch einige unterwegs. Am eiligsten hatte es ein Verkehrsteilnehmer in der Denniner Straße. Dieser wurde innerorts – also bei erlaubten 50 km/h – mit einer Geschwindigkeit von 73 km/h erwischt. Das bedeutet nun eine Geldstrafe von 80 Euro und einem Punkt in Flensburg. Dabei hat der Fahrer wohl noch Glück gehabt, dass die Kontrolle jetzt zum Monatsanfang stattfand und die Änderungen des neuen Bußgeldkataloges erst zum 9. November 2021 in Kraft treten werden. Das Bußgeld für zu schnelles Fahren innerhalb geschlossener Ortschaft wird dann, zum Beispiel bei einer Übertretung von 21 bis 25 km/h, von 80 auf 115 Euro erhöht, so die Polizei.

Zehn Mal zu schnell unterwegs

Insgesamt verzeichneten die Beamten im Anklamer Gebiet am Donnerstag zehn Geschwindigkeitsverstöße. Die zweite Kontrollstelle des Tages an der Spantekower Schule gilt dabei ohnehin bei der Polizei als sensibler Verkehrsbereich. Speziell vor Schulen und Kitas sei die Unfallgefahr vor allem bei unangepasster Geschwindigkeit umso größer.

Zum Zwischenfazit am Donnerstagnachmittag wurden im gesamten Polizeiinspektions-Bereich Anklam, der sich in etwa mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald deckt, 61 Geschwindigkeitsverstöße verzeichnet, davon 51 innerorts. Besonders eilig hatte es ein Autofahrer im Bereich des Wolgaster Reviers. Hier wurde unter anderem in Zemitz kontrolliert. Mitten im Ort kam der Fahrer den Beamten mit rund 89 km/h vor den Laser. Das bedeutet nun 160 Euro Strafe, zwei Punkte und einen Monat Fahrverbot.

Zu schnelles Tempo oft Unfall-Ursache

Mit den monatlichen Schwerpunktkontrollen will die Polizei die Aufmerksamkeit immer wieder auf einzelne Themenfelder lenken. Seit Jahren stehe die Geschwindigkeit mit Abstand ganz oben als Ursache bei den Verkehrsunfällen. Im Jahr 2020 wurden 268 Unfälle mit Getöteten oder Schwerverletzten in Mecklenburg-Vorpommern registriert, bei denen die Ursache überhöhte Geschwindigkeit war. Überholen als Ursache rangiere auf Platz vier. 2020 wurden bei den schweren Unfällen 83 mit der Ursache Überholen verzeichnet, hieß es aus dem Polizeipräsidium Neubrandenburg.

Im ersten Halbjahr mussten die Polizeibeamten in Mecklenburg-Vorpommern 76.502 Geschwindigkeitsverstöße und 1.609 Überholverstöße feststellen, so die Polizei.

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