Die Komponistin Susanne Geisler erklärte unter anderem, woraus Songs bestehen und wie sie aufgebaut sind.
Die Komponistin Susanne Geisler erklärte unter anderem, woraus Songs bestehen und wie sie aufgebaut sind. Matthias Diekhoff
Bei dem Workshop „Wir schreiben einen Hitsong” hat Moritz Limmer (links) im Stadtwald unter anderem das Geräu
Bei dem Workshop „Wir schreiben einen Hitsong” hat Moritz Limmer (links) im Stadtwald unter anderem das Geräusch raschelnder Blätter aufgenommen. Matthias Diekhoff
Schüler-Projekt

Profi-Musiker verraten in Anklam, wie Hits funktionieren

Bei einem Workshop im Jugendclub „Mühlentreff” wurden jede Menge Geräusche in der Umgebung aufgenommen, um daraus schließlich einen eigenen Song entstehen zu lassen.
Anklam

Klar, mit Musik haben sie alle zu tun. Nicht nur, dass sie sie hören – außer Schlager vielleicht -, sondern fast alle spielen auch ein Instrument wie Schlagzeug, Gitarre, Bass – oder sie singen. Selbst einen Song haben sie aber noch nicht geschrieben, räumen die neun Jugendlichen ein, die sich am Freitag im ASB-Jugendclub „Mühlentreff” zum Workshop „Wir schreiben eine Hitsong” angemeldet hatten.

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Welt voller kostenloser Klänge

Das allerdings ist kein Problem. Mit den heutigen technischen Möglichkeiten könne quasi jeder Musik machen, ohne dass es gleich viel kosten muss, erklärt Musikproduzent Moritz Limmer, der gemeinsam mit der Komponistin und Songwriterin Susanne Geisler den Workshop leitete.

Die Welt sei voll mit kostenlosen Klängen, aus denen ein Musikstück entstehen kann. Und so zogen die Jugendlichen denn auch bald los in Richtung Stadtwald, um dort und auf dem Weg dorthin mit dem Handy die unterschiedlichsten Töne aufzunehmen. Darunter raschelndes Laub und knackende Äste, aber auch Geräusche die eine wackliger Steintisch macht oder eine gespannte Wäscheleine.

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Rhythmus als Fundament

Innerhalb kurzer Zeit kamen so über 50 sogenannter Samples zusammen. Diese wiederum sollten ähnlich den verschiedenen Klängen, die mit einem Schlagzeug erzeugt werden können, das rhythmische Fundament für einen neuen Song bilden. Später sollten dann noch einige Akkorde und eine Melodie dazu kommen.

Zuvor allerdings erklärten Susanne Geisler und Moritz Limmer, woraus die allermeisten Songs eigentlich hauptsächlich bestehen, wie sie in der Regel aufgebaut sind und welche Bedeutung zum Beispiel Strophe und Refrain haben.

Einblick in die Musik-Welt

Für die beiden Berufsmusiker war dies nun schon der dritte Besuch im Jugendclub „Mühlentreff”. Bei den beiden Terminen zuvor gab es einige Einblicke in die große Welt der Musikbranche, in der sie sich bewegen. Susanne Geisler hat sich mit ihrer Berliner Produktionsfirma „Kaleidoscope Song“ zum Beispiel auf Kompositionen und Liedtexte für Medien, TV, Film und Events spezialisiert. Und so dürfte es gut möglich sein, dass viele schon mal ein Stück Musik von ihr gehört haben, das bei einigen bekannten Fernsehsendungen wie zum Beispiel „Bares für Rares” oder „Voice of Germany” im Hintergrund gelaufen ist.

 

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