LANDGERICHT NEUBRANDENBURG

Prozessbeginn im Mordfall Leonie (6) steht fest

Über Monate wurde ermittelt, jetzt geht es vor Gericht: Der Stiefvater von Leonie aus Torgelow muss sich wegen Mordes verantworten. Gegen die leibliche Mutter wird noch ermittelt.
Andreas Becker Andreas Becker
Leonie aus Torgelow wurde nur sechs Jahre alt. Viele Menschen nahmen Anteil am Schicksal des Mädchens.
Leonie aus Torgelow wurde nur sechs Jahre alt. Viele Menschen nahmen Anteil am Schicksal des Mädchens. Tilo Wallrodt/Archiv
In Wolgast hatten Hunderte Menschen der getöteten Leonie aus Torgelow gedacht.
In Wolgast hatten Hunderte Menschen der getöteten Leonie aus Torgelow gedacht. Tilo Wallrodt/Archiv
Für Leonie wurde eine Trauerfeier in der Christuskirche Torgelow ausgerichtet, an der auch der leibliche Vater des Mädchens
Für Leonie wurde eine Trauerfeier in der Christuskirche Torgelow ausgerichtet, an der auch der leibliche Vater des Mädchens teilnahm. Andy Buenning
Bei der Trauerfeier war die Christuskirche Torgelow randvoll.
Bei der Trauerfeier war die Christuskirche Torgelow randvoll. Andy Buenning
Neubrandenburg.

Das tödliche Schicksal der sechsjährigen Leonie hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. Entsprechend groß dürfte sowohl das mediale als auch das Interesse der Öffentlichkeit sein, wenn sich ab 24. September der 27-jährige David H. vor dem Landgericht Neubrandenburg verantworten muss. Dem dringend verdächtigen Stiefvater der kleinen Leonie wird Mord durch Unterlassen sowie Missbrauch und Körperverletzung vorgeworfen.

Das Mädchen war am 12. Januar diesen Jahres in einer Wohnung in Torgelow nach einem Beziehungsstreit zu Tode geprügelt worden. Dort hatte Leonie gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder sowie dem Stiefvater und der leiblichen Mutter, Janine Z., gewohnt.

Welche Rolle spielte Leonies Mutter?

Nach Informationen des Nordkurier soll Leonie bereits seit Oktober 2018 von ihrem Stiefvater misshandelt worden sein. Welche Rolle Leonies Mutter bei den brutalen Geschehnissen in der Wohnung gespielt hat, ist von der Staatsanwaltschaft noch nicht abschließend geklärt. Gegen Janine Z. wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen ermittelt. Aktuell wartet die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg noch auf ein rechtsmedizinisches Gutachten, um die mutmaßliche Mitwirkung der Mutter am Tod Leonies detailliert einzuschätzen.

Im Fall des Stiefvaters hat das Landgericht Neubrandenburg die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft nach Recherchen des Nordkurier Eins zu Eins übernommen und damit das Hauptverfahren offiziell eröffnet. Verhandelt wird vor der Kammer des Schwurgerichts unter dem Vorsitz von Richter Jochen Unterlöhner.

Fast 40 Zeugen werden gehört

Bis zum 21. November hat das Gericht insgesamt 13 Verhandlungstage angesetzt. Fast 40 Zeugen sollen gehört werden. Da umfangreiches Beweismaterial vorliegt, ist nicht ausgeschlossen, dass das Verfahren möglicherweise noch länger als nun vorläufig datiert andauern könnte.

Die Verhandlung ist öffentlich – allerdings stehen aufgrund von Umbaumaßnahmen im Landgericht nur 40 Besucherplätze zur Verfügung.

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Kommentare (1)

dort noch verhandelt wird ...das mädel wird sich die verletzungen wohl nicht selbst beigebracht haben wenn die mutter es mitbekommen hat ist sie genau so schuldig am tot ihrer eigenen tochter und ob es deutsche oder mutti merkels goldstücke sind da gibt es für mich nur die härteste strafe die es glücklicherweise noch in den usa gibt hier leider nicht mehr