KINDERTHEATER

▶ Räuber Hotzenplotz zum Mond schicken

Kindertheater soll Mut machen, findet Paul Sonderegger. Bestes Beispiel ist sein neues Stück für die Anklamer Bühne: „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete” von Otfried Preußler.
Seppel, Kasper und Räuber Hotzenplotz (von links) sind auf dem Mond gelandet.
Seppel, Kasper und Räuber Hotzenplotz (von links) sind auf dem Mond gelandet. Matthias Diekhoff
Kasper (links) und Seppel haben sich vorgenommen, den Räuber Hotzenplotz wieder einzufangen.
Kasper (links) und Seppel haben sich vorgenommen, den Räuber Hotzenplotz wieder einzufangen. Matthias Diekhoff
Kasper (links) und Seppel wollen den Räuber Hotzenplotz wieder einfangen. Der Großmutter gefällt das gar nicht
Kasper (links) und Seppel wollen den Räuber Hotzenplotz wieder einfangen. Der Großmutter gefällt das gar nicht. Matthias Diekhoff
Anklam.

Wie konnte das nur passieren? Hotzenplotz, der gefährlichste Räuber weit und breit, ist aus dem Spritzenhaus ausgebrochen! Dort hatte ihn Wachtmeister Dimpfelmoser eingesperrt, weil er die Kaffeemühle der Großmutter gestohlen hatte. Nun ist guter Rat teuer. Aber zum Glück gibt es Kinder wie Kasper und Seppel, die mutig genug sind, den Bösewicht wieder einzufangen – und wenn sie dafür sogar auf den Mond fliegen müssen! Und so beginnt ein galaktisches und fantastisches Abenteuer. Wie es schließlich ausgeht, können kleine und große Kinder jetzt in den Spielstätten der Vorpommerschen Landesbühne erfahren.

Geschrieben wurde die Geschichte „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ von Otfried Preußler vor 50 Jahren, als der erste Mensch den Mond betrat. Wie auch bei den anderen Geschichten um den gerissenen Ganoven stammen die Figuren wie Kasper, Seppel, Wachtmeister und Großmutter aus dem klassischen Puppentheater. Bei der Inszenierung der Vorpommerschen Landesbühne hat Regisseur Paul Sonderegger aber bewusst auf jegliche Puppentheater-Optik verzichtet. Das Bühnenbild besteht im Wesentlichen aus großen Schirmen, die mal einen Garten darstellen und mal eine Mondlandschaft, ganz so, wie die Fantasie es will.

Räuber Hotzenplotz, de reigentlich auch nur geliebt werden will

Auch die Figuren haben die unterschiedlichsten Eigenschaften, so dass jeder eine findet, mit der er sich identifizieren kann. Da sind natürlich der mutige Kasper und der verträumte Seppel, die etwas ängstliche, jugendlich gebliebene, Großmutter, Wachtmeister Dimpfelmoser, der eigentlich viel lieber Musiker wäre und nicht zuletzt der zurückgezogen lebende Räuber Hotzenplotz, der eigentlich auch nur geliebt werden will. So hat in dem Stück jeder sein Päckchen zu tragen, erklärt Paul Sonderegger. Besser kann es aber nur werden, wenn sich jeder seinen Ängsten vor dem Unbekannten stellt. Selbst wenn es bedeuten sollte, bis zum Mond zu fliegen.

So gesehen sei die Geschichte ein ideales Stück für junge Theaterbesucher, findet Paul Sonderegger. Denn „Kindertheater soll Mut machen.“ Doch auch Erwachsene dürfen sich dort gut unterhalten fühlen und ihre eigenen Geschichten herauslesen können, wie zum bespiel das Techtelmechtel zwischen Großmutter und Wachtmeister Dimpfelmoser.

„Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ feiert am Sonntag, 20. Oktober, um 15 Uhr in der Zinnowitzer Blechbüchse Premiere. Im Anklamer Theater ist das Stück am 3. November zu sehen.

 

 

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