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Flucht wegen Drogenkonsum

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Raser liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Eine nächtliche Verfolgungsjagd endete am Sonntag für den Flüchtigen in Handschellen – und platten Reifen.
Eine nächtliche Verfolgungsjagd endete am Sonntag für den Flüchtigen in Handschellen – und platten Reifen.
NK-Archiv

Über 17 Kilometer raste ein Greifswalder mit bis zu 160 km/h am Sonntag aus Angst vor der Polizei durch die Nacht – bis seine Reifen platt waren.

Mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde ist in der Nacht zu Sonntag gegen zwei Uhr ein 33-jähriger Autofahrer durch Vorpommern gerast. Der Polizei fiel der Mann in seinem Audi schon in Lühmannsdorf auf. Anstatt vor den Beamten anzuhalten, hielt der Raser jedoch auf den Polizisten zu und zwang ihn von der Straße. Danach trat er das Gaspedal richtig durch und fuhr weiter bis Moeckow Berg, wo er an der Ampelkreuzung bei Rot in Richtung Norden nach Greifswald abbog.

Auf der B109 beschleunigte der flüchtige Greifswalder wieder und setzte mit mehreren Schlenkern und zum Teil auf der Gegenfahrbahn seine rasante Flucht fort. Auch in Diedrichshagen konnte der Autofahrer noch einem weiteren Streifenwagen entkommen.

An der Kreuzung zum Einkaufszentrum Elisenpark in Greifswald war dann jedoch Schluss. Ein sogenanntes „Stop-Stick-System”, das die Polizei bei einer weiteren Sperre ausgelegt hatte, machte der Verfolgungsfahrt ein Ende. Der Fahrer fuhr auch dort durch die Sperre, allerdings waren seine Autoreifen danach in kürzester Zeit platt. Die anschließende Flucht zu Fuß über einen Acker endete ebenfalls nach wenigen Sekunden – dieses Mal klickten allerdings die Handschellen.

Als Grund für seine Flucht gab der Mann an, Drogen konsumiert zu haben. Die Polizei ermittelt nun wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs. Dem Greifswalder drohen dabei bis zu fünf Jahre Haft.

Verfolgungsjagd von Lühmanndorf über die B109 endet kurz vor Greifswald für den Fahrer in Handschellen. (Karte)

 

In diesem Video der englischen Polizei wird das verwendete "Stop-Stick-System" demonstriert: