TEMPOLIMIT GEFORDERT

Raser-Problem auf sanierter Kreisstraße

Die sanierte Kreisstraße verführt zum Rasen. Für die Anwohner sind die hohen Geschwindigkeiten nicht zumutbar, findet Bürgermeister Sebastian Hornburg und forderte ein Tempolimit.
Aus der Schlaglochpiste ist eine regelrechte Raserstrecke geworden. Auf der Kreisstraße zwischen Klein Bünzow und d
Aus der Schlaglochpiste ist eine regelrechte Raserstrecke geworden. Auf der Kreisstraße zwischen Klein Bünzow und der L263 soll nach dem Willen des Bürgermeisters künftig ein Tempolimit gelten. Matthias Diekhoff
Sebastian Hornburg, Bürgermeister der Gemeinden Groß Polzin, fordert eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkei
Sebastian Hornburg, Bürgermeister der Gemeinden Groß Polzin, fordert eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit von aktuelle 100 km/h auf 70 km/h. NK-Archiv/Riemer
Groß Polzin ·

Dank einer umfangreichen Sanierung der Kreisstraße VG 16 zwischen Klein Bünzow und der Landesstraße 263 ist aus der ehemaligen Schlaglochpiste in den vergangenen Monaten fast so etwas wie eine Rennstrecke geworden.

Tempolimit und Abbiege-Spiegel

Das soll sich künftig jedoch ändern, informiert der Bürgermeister der Gemeinden Groß Polzin, Sebastian Hornburg. Derzeit sei auf der neuen Straße eine Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt. Und da die Straße sehr gut ist, werde dies auch ausgenutzt. Da es aber speziell um den Ortsteil Konsages herum einige Gehöfte gibt, die sich dicht an der Straße befinden, sei dies nicht zumutbar, stellt der Bürgermeister fest. Daher habe er nun eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 km/h beantragt.

Die entsprechenden Schilder würden dann auch noch aufgestellt. Zudem soll die Kreuzung, an der die VG 16 in die L 263 mündet und es einen Abzweig nach Klein Polzin gibt, mit Verkehrsspiegeln ausgestattet werden. Denn vor allem landwirtschaftliche Maschinen, die aus Klein Polzin kommen, könnten wegen der Bushaltestelle und der Bäume die Landesstraße kaum einsehen.

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Für mehr als 2 Millionen Euro erneutert

Die VG 16 wurde in zwei Bauabschnitten saniert. Der Abschnitt von Konsages bis zur L 263 wurde Ende August fertiggestellt und für den Verkehr freigegeben, der Abschnitt von Klein Bünzow nach Konsage bereits im vergangenen Jahr. Die Straße ist nun vier Meter breit. Es wurden Ausweichstellen für den Gegenverkehr eingebaut und Entwässerungsanlagen angelegt.

Insgesamt hat die Sanierung der Kreisstraße mehr als zwei Millionen Euro gekostet. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald habe die Maßnahme komplett mit eigenen finanziellen Mitteln ausgeführt, hieß es bei der der Übergabe der Straße.

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Kommentare (1)

... finde es schade, das der Begriff Raser immer wieder mißbräuchlich verwendet wird. Wenn für eine Straße 100 rechtlich zulässig sind und dies auch gefahren wird, ist das eben keine Raserei und auch kein Rechtsverstoß. Alles andere ist Panikmache.