SCHWEINEPEST-GEFAHR

▶ Rekord-Abschüsse bei Wildschweinen in Vorpommern

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald und die Jäger werden der Wildschweine nicht Herr. Die Abschusszahlen steigen, doch es gibt auch mehr Probleme. Auch weil die Tiere als potenzielle Überträger einer Seuche gelten.
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Wildschweine sind in den vergangenen Jahren zu einer Plage in Vorpommern-Greifswald geworden.
Wildschweine sind in den vergangenen Jahren zu einer Plage in Vorpommern-Greifswald geworden. Lino Mirgeler
Vorpommern.

Die Afrikanische Schweinepest breitet sich weiterhin in der Welt aus, und auch die Gefahr, dass sie über kurz oder lang auch in Deutschland auftritt, schätzen die Behörden nach wie vor als groß ein. Allerdings werde diese Gefahr allgemein offenbar nicht so ernst genommen, wie es eigentlich nötig wäre, hieß es beim 6. Schwarzwild-Symposium des Landkreises Vorpommern-Greifswald.

Fast 15000 tote Schweine

„Da uns kein geeigneter Impfstoff zur Verfügung steht, bleibt letztlich aber nur eine deutliche Bestandsreduzierung, um die Infektionsketten zu unterbrechen“, erklärte Agrarstaatssekretär Dr. Jürgen Buchwald. Dem gegenüber steht jedoch die Tatsache, dass sich die Schwarzkittel in den vergangenen Jahren unter anderem wegen einer guten Ernährungssituation zu einer wahren Plage entwickelt haben, der kaum noch beizukommen ist, obwohl die Jäger in der Region beachtliche Abschusszahlen vorlegen können. So wurden im Jagdjahr 2018/19 insgesamt 10 171 Tiere zur Strecke gebracht. Im Jahr davor waren es sogar 14 279.

 

Bedrohung für die Landwirte

Die Ausbreitung der Schweinepest, die bereits in weiten Teilen Polens festgestellt wurde, hätte erhebliche Auswirkungen auf die hiesige Landwirtschaft, da alle Tiere in einem Schweinehaltungsbetrieb getötet werden müssten, in dem sie auftritt.

 

 

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Vorpommern

zur Homepage