Der Rubkower Bürgermeister Holger Wendt (zweiter von links) konnte gestern von Dr. Karola Stark einen Laptop für die
Der Rubkower Bürgermeister Holger Wendt (zweiter von links) konnte gestern von Dr. Karola Stark einen Laptop für die Heimatforscher der Gemeinde in Empfang nehmen. Matthias Diekhoff
Die Ortschronisten hatten zunächst eine ganze Menge Material zu sichten.
Die Ortschronisten hatten zunächst eine ganze Menge Material zu sichten. Matthias Diekhoff
Geschichte

Rubkower Heimatforscher setzen auf moderne Technik

Moderne Technik kann auch bei der Heimatforschung gute Dienste leisten. Ob nun beim Archivieren, Digitalisieren oder, um mit anderen Chronisten in Kontakt zu treten.
Rubkow

Freudige Erregung herrschte am Donnerstag bei der Arbeitsgemeinschaft „Dorfchronik“ in der Gemeinde Rubkow. Schließlich hatte Dr. Karola Stark vom Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern ihren Besuch angekündigt.

Lesen Sie auch: Gesellschaft für Pommersche Geschichte kehrt zu Wurzeln zurück

Sie ist die Leiterin der Geschäftsstelle in Vorpommern des Verbandes und Ansprechpartnerin für die Themen Niederdeutsch und Heimatforschung, wozu eben auch Ortschroniken und Heimatstuben gehören. Und sie kam nicht mit leeren Händen.

Hilfe für eifrige Ehrenamtler

Im Gepäck hatte sie einen Laptop aus dem Programm „100 Laptops für 100 Heimatstuben”, den sie dem Rubkower Bürgermeister, Holger Wendt, auf Basis eines Leihvertrages überreichte. Das auch mit großer Freude darüber, dass in der Gemeinde dem Thema Heimatforschung so eifrig nachgegangen wird.

Auch interessant: „Lassaner Spuren” locken in die alte Mühle

Zum ersten Mal getroffen hatten sich die Rubkower Ortschronisten Anfang November des vergangenen Jahres. In der Zwischenzeit wurde bereits vorhandenes Material gesichtet, wie zum Beispiel die Chroniken und Unterlagen, die bereits vor einigen Jahren von ABM-Kräften zusammengetragen wurden.

Dabei stellte sich schnell die Frage, wie mit dem umfangreichen Material weiter verfahren werden soll. Ebenso schnell wurde klar, dass die Beweggründe, sich mit der Geschichte der sieben Ortsteile zu befassen, doch ganz unterschiedlich sind. Während die einen an einer möglichst umfassenden Darstellung der Geschichte ihres Heimatortes interessiert sind, möchten sich andere eher mit speziellen Gebäuden, Themen oder Zeitabschnitten beschäftigen.

Zugang zum Ortschroniken-Portal

Dank der Vermittlung des Heimatverbandes kam dann der Kontakt zum Ortschroniken-Portal für Mecklenburg-Vorpommern zustande. Das Portal archiviert einerseits bereits vorhandene Werke der Lokalgeschichte, bietet aber auch die Möglichkeit, neue Ortschroniken zu verfassen.

Einem ersten Termin per Video-Konferenz mit Wilfried Steinmüller vom Arbeitskreis Ortschronisten, bei dem die Möglichkeiten des Portals vorgestellt wurden, folgte gestern eine praktische Einweisung in die Materie durch Holger Meyer, ebenfalls per Internet.

Mehr lesen: Anklamer Post im Wandel der Zeiten

Allein schon dadurch wurden deutlich, welchen Nutzen der neue Laptop den Ortschronisten bringen kann. Zugleich soll er natürlich aber auch beim Aufbau einer Heimatstube in der Gemeinde Rubkow gute Dienste leisten.

Digitale Möglichkeiten auch für kleine Heimatstuben

Beim offiziellen Start des Laptop-Projektes vor drei Wochen hatte der Vorsitzende des Heimatverbandes Dr. Martin Buchsteiner erklärt, dass ehrenamtlich geführte Heimatstuben in der Regel nur über begrenzte Mittel verfügen würden

Dank der Laptops, für die der Heimatverband Mittel von Bund und Land einwerben konnte, könnten jetzt auch die kleinen musealen Einrichtungen archivieren, digitalisieren oder auch an Weiterbildungen teilnehmen, die wiederum auch für Ortschronisten angeboten würden.

zur Homepage