Heiko Miraß (SPD) soll als Staatssekretär nun den östlichen Landesteil vertreten. Das sagen Bürgermeister
Heiko Miraß (SPD) soll als Staatssekretär nun den östlichen Landesteil vertreten. Das sagen Bürgermeister aus der Anklamer Region zu dem Wechsel. NK-Grafik/NK-Archiv/Sauer
„Ich schätze Heiko Miraß sehr und freue mich auf die Zusammenarbeit”, so Anklams Bürgermeister Mic
„Ich schätze Heiko Miraß sehr und freue mich auf die Zusammenarbeit”, so Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA, re.) zum Nachfolger des bisherigen Vorpommern-Staatssekretärs Patrick Dahlemann (SPD, li.). Anne-Marie Maaß/Archiv
Ducherows Bürgermeister Bernd Schubert (CDU): „Ich denke, Heiko Miraß wird das jetzt auch sehr gut machen. Er
Ducherows Bürgermeister Bernd Schubert (CDU): „Ich denke, Heiko Miraß wird das jetzt auch sehr gut machen. Er passt in die Region und die Strukturen.” Mareike Klinkenberg
„Ich wünsche mir zudem, dass begonnene Projekte zu Ende gebracht werden – auch wir haben da bezüglich un
„Ich wünsche mir zudem, dass begonnene Projekte zu Ende gebracht werden – auch wir haben da bezüglich unserer Turnhalle noch ein Versprechen kurz vor der Landtagswahl von Patrick Dahlemann im Ohr”, sagt Neetzow-Liepens Bürgermeister Matthias Falk. Anne-Marie Maaß/Archiv
Heiko Miraß

Rückenwind aus Vorpommern für den neuen Staatssekretär

In der Anklamer Region verbinden viele Heiko Miraß wohl noch mit seinem ehemaligen Chefposten in der Arbeitsagentur und der Bundestagskandidatur des Rüganers.
Anklam

Das hat sogar erfahrene vorpommersche Bürgermeister etwas überrascht: Patrick Dahlemann (SPD) wird künftig nicht mehr als Vorpommern-Staatssekretär durch die Region reisen, sondern von Schwerin aus gleich die ganze Staatskanzlei unter seine Fittiche nehmen. In Anklam soll stattdessen Heiko Miraß (SPD) die Außenstelle beziehen und in den kommenden fünf Jahren nicht nur den Kontakt zu den Vorpommern, sondern auch zum östlichen Mecklenburg halten.

Dazu: Dahlemann wird Chef der Staatskanzlei

Erste Glückwünsche

Vor Ort in Vorpommern freut man sich anscheinend auf den neuen Mann. Erste Glückwünsche etwa vom Anklamer Bürgermeister Michael Galander (Initiativen für Anklam) haben ihn auch bereits erreicht. Selbst wenn das Stadtoberhaupt derzeit noch im Urlaub ist, geht solch eine Neuigkeit natürlich nicht an ihm vorbei. Die ersten Nachrichten wurden bereits verschickt, eine erste Einladung auf ein Käffchen im Rathaus folgt nun prompt. Immerhin, Projekte und Ideen werden den Anklamern sicherlich auch in den kommenden fünf Jahren kaum ausgehen.

„Ich kenne Heiko Miraß schon sehr lange noch aus seiner Zeit als Leiter der Arbeitsagentur, da haben wir etwa die 'Nacht der Wirtschaft' in Anklam auf den Weg gebracht. Wir haben immer den Kontakt gehalten, auch wenn es zuletzt mit ihm als Staatssekretär im Finanzministerium nicht mehr so viele gemeinsame Themenfelder gab. Ich schätze ihn sehr und freue mich auf die Zusammenarbeit”, so Galander.

Mit Blick auf Patrick Dahlemann sei der Wechsel zwar überraschend gewesen, aber auch eine tolle Anerkennung für seine bisherige Arbeit. Zumal ein Vorpommer als Chef der Staatskanzlei sicherlich seiner Heimatregion auch nicht schaden werde, schätzt Galander ein.

„Nicht nur Vorpommern sehen”

Allzu viele Erwartungen diesbezüglich setzt Ducherows Bürgermeister Bernd Schubert (CDU) nicht in Dahlemann. „Als Leiter der Staatskanzlei muss er immerhin das ganze Land im Blick haben – da kann man nicht nur Vorpommern sehen”, sagt er. Vor Ort in Anklam sieht aber auch er Heiko Miraß als einen geeigneten Mann für den Posten des Staatssekretärs an. Bernd Schubert kennt ihn ebenfalls schon seit über einem Jahrzehnt. Er hatte nicht zuletzt als Bürgerbeauftragter viel mit der Arbeitsagentur zu tun.

„Ich denke, er wird das jetzt auch sehr gut machen. Er passt in die Region und die Strukturen”, gibt Schubert schon mal vorab Rückenwind. Allein aus den positiven Rückmeldungen der Bevölkerung heraus war für ihn klar, dass der Extra-Staatssekretärsposten für Vorpommern weiterlaufen müsse. Schubert, der bis vor Kurzem noch als Stellvertreter in dieser Funktion fungierte, wird nun als Bürgermeister seine Anliegen vorbringen und im Anklamer Büro vorbeischauen. „Ich habe ja jetzt mehr Zeit”, sagt er.

Rückblick: Herr Miraß, wie wird das mit der Arbeit?

„Regelmäßig durchwechseln”

Auch in Neetzow-Liepen wartet Bürgermeister Matthias Falk nun gespannt auf den neuen Mann aus der Landesregierung für Vorpommern. Allzu viel Kontakt zu Heiko Miraß habe er bislang noch nicht gehabt – den Personalwechsel findet er trotzdem richtig. „Das hat überhaupt nichts mit Patrick Dahlemann zu tun, aber Heiko Miraß kommt aus einer anderen Region und hat sicherlich andere Sichtweisen, das schadet nicht da regelmäßig durchzuwechseln”, erklärt er.

Natürlich hofft auch Falk, dass die Unterstützung für die kleinen Gemeinden dabei nicht aus dem Blick gerät. „Ich wünsche mir zudem, dass begonnene Projekte zu Ende gebracht werden – auch wir in Neetzow-Liepen haben da bezüglich unserer Turnhalle noch ein Versprechen kurz vor der Landtagswahl von Patrick Dahlemann im Ohr”, sagt er.

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