ANKLAMER STADTVERTRETUNG

Rücktritt nach dem Wahl-Debakel

Noch vor wenigen Wochen wollte CDU-Stadtvertreter Steffen Gabe Anklams neuer Bürgermeister werden. Jetzt hat er bekannt gegeben, dass er der Stadt-Politik den Rücken kehrt.
Carsten Schönebeck Carsten Schönebeck
Seit 2014 war Steffen Gabe Vorsitzender der stärksten Fraktion im Stadtparlament. Nun hat er mit sofortiger Wirkung sein Mandat abgegeben. 
Seit 2014 war Steffen Gabe Vorsitzender der stärksten Fraktion im Stadtparlament. Nun hat er mit sofortiger Wirkung sein Mandat abgegeben. Carsten Schönebeck
Anklam.

Der Chef der Anklamer CDU-Fraktion, Steffen Gabe, hat am Sonntag seinen sofortigen Rücktritt aus der Stadtvertretung erklärt. Er habe sich bereits vor einiger Zeit entschieden, dass er zur Kommunalwahl im kommenden Jahr nicht erneut antreten werde, so Gabe gegenüber dem Nordkurier. „Deshalb bin ich der festen Überzeugung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für diesen Schritt ist“, erklärte er.

Gabe hatte im Mai für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Er selbst und seine Parteifreunde hatten sich gute Chancen auf einen Sieg im Duell mit Amtsinhaber Michael Galander (IfA) ausgerechnet. Am Ende stand aber eine sehr klare Niederlage, bei der der CDU-Kandidat nur auf 22 Prozent kam.

Sitz muss von CDU-Nachrückerliste besetzt werden

Ob sein Rückzug aus der Stadtvertretung mit dieser Schlappe zusammenhängt, ließ Gabe am Sonntag offen. Er verwies darauf, dass er in Zukunft mehr Zeit für seine Familie haben wolle, die ihn in seinem politischen Engagement nun schon viele Jahre unterstützt habe. Gleichzeitig stehe er auch beruflich vor neuen Herausforderungen. „Das führt in der Konsequenz dazu, dass ich die anstehenden Sitzungstermine nicht in ausreichendem Maße wahrnehmen kann“, so Gabe.

Wie es nun für die CDU-Fraktion weitergeht, müsse man noch klären. Wegen der Sommerpause tage die Stadtvertretung erst wieder Ende August. „Wir haben jetzt keinen Zeitdruck“, so Campe. Er gehe aber davon aus, dass die Fraktion sich zeitnah beraten werde. Der Sitz in der Stadtvertretung, auf den Gabe nun verzichtet hat, muss von der Nachrückerliste der CDU besetzt werden. Die richtet sich nach der Stimmenzahl, die Bewerber bei der Kommunalwahl 2014 erhalten haben. Demnach würde Heike Bierwerth nachrücken, verzichtet sie, wäre Renate Jasinski am Zug.

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