ABRISS KÄTHE-KOLLWITZ-SCHULE

▶ Rumms, da war der DDR-Bau weg

Die Abrissarbeiten an der Käthe-Kollwitz-Schule in Anklam schreiten mächtig voran. Aktuell wühlt sich dort der Bagger durch den Schuttberg. Anfang November soll das Gelände bereits beräumt sein.
Der Bagger ist derzeit beim Beräumen des Bauschutts am Werk.
Der Bagger ist derzeit beim Beräumen des Bauschutts am Werk. Anne-Marie Maaß
Die einzelnen Baustoffe werden getrennt.
Die einzelnen Baustoffe werden getrennt. Anne-Marie Maaß
So soll der neue Schulcampus aussehen.
So soll der neue Schulcampus aussehen. Grafik: Hansestadt Anklam
Anklam.

Ein großer Berg Bauschutt, daneben ein gesonderter Haufen mit alten Fenstern: Viel mehr ist von dem Neubau aus DDR-Zeiten auf dem Gelände der Käthe-Kollwitz-Schule in Anklam nicht mehr übrig. Die Abbrucharbeiten schreiten dort weiter voran. In der vergangenen Woche konnte nun nach dem Zwischengebäudeteil, in dem die Toiletten untergebracht waren, auch der DDR-Bau der alten Schule weichen, um für den geplanten neuen Schulcampus Platz zu machen. Alles zusammen macht das rund 4400 Kubikmeter umbauter Raum, der abgetragen werden muss.

Doch während dieser Schritt bei den Bauarbeiten besonders auffällig ist, liegen bereits Monate der Vorarbeiten hinter den Angestellten der ausführenden Baufirma „DC Demolition“ aus Alt Käblich. Seit der zweiten Woche der Sommerferien wurde das Gebäude entkernt und zurückgebaut. Die einzelnen Baustoffe müssen immerhin sorgfältig voneinander getrennt werden.

Asbest sei nicht in größeren Mengen verbaut

Zwischenzeitlich durfte das Gebäude deshalb auch nur im Schutzanzug und durch eine Schleuse betreten werden. Der Fußboden, bestehend aus Essstrich, Pappe und Dämmung, musste aufgrund einer Verbindung mit speziellen Mineralstoffen gesondert entsorgt werden. Ab Anfang des Jahres wurden die Auflagen dafür verschärft, erklärt Ines Dierberg vom städtischen Bauamt, die den Abriss begleitet. Sicher verpackt konnte dieser deshalb auch nicht mit den anderen Bauresten auf der Deponie in Rosenow verklappt werden, sondern musste bis nach Grevesmühlen gebracht werden, um ihn dort fachgerecht zu entsorgen. Der Gefahrenstoff Asbest, dessen Entsorgung ebenfalls teuer und aufwendig ist, sei dagegen zum Glück nicht in größeren Mengen verbaut worden, sagt Ines Dierberg.

Die Stadt geht davon aus, dass die Baufläche Anfang November soweit beräumt ist, dass theoretisch die nächsten Schritte folgen könnten. Doch Ines Dierberg geht momentan noch davon aus, dass es bis zu den anschließenden Erdarbeiten noch eine Pause geben wird. Die nächsten Schritte müssten dann erst ausgeschrieben werden, außerdem warte die Stadt auch noch auf die Erteilung der Baugenehmigung und die Festlegung, welche archäologischen Maßnahmen auf dem Gelände zu erfolgen haben. Zudem steht der Winter vor Tür. Auch wenn sich auf dem Gelände daher bis zum Februar vielleicht wenig tue, laufen die vorbereitenden Arbeiten im Hintergrund weiter, so Dierberg. Davon gänzlich unberührt ist zudem der Altbau, der erst später in der Bauphase angefasst werde.

 

Abriss kostet allein knapp 200 000 Euro

Für den neuen Schulcampus, der gleichzeitig Standort für die Käthe-Kollwitz-Schule und einen Teil der Grundschule „Villa Kunterbunt“ werden soll, hat die Stadt eine Investition in Höhe von 18 Millionen Euro vorgesehen. Größtenteils – mit 14 Millionen Euro – finanziert das Energie- und Bauministerium das Vorhaben über Fördergelder. Der aktuelle Abriss des alten Gebäudes schlägt dabei bereits mit knapp 200 000 Euro zu Buche.

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