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Sakristei bekommt eins aufs Dach

Die Dachsparren sind bereits auf der Sakristei montiert. In wenigen Tagen kommt der Unterbau auf das Dach des Anbaus.
Die Dachsparren sind bereits auf der Sakristei montiert. In wenigen Tagen kommt der Unterbau auf das Dach des Anbaus.
Veronika Müller

Ans neue Dach auf der Nikolaikirche haben sich die Anklamer und ihre Gäste inzwischen gewohnt - aber erst demnächst wird das Ensemble vollendet: Denn auch die Sakristei an der Kirche bekommt jetzt ein neues Dach.

Es geht voran mit der Sakristei der Nikolaikirche. Die Zuganker, die dem Mauerwerk die nötige Stabilität verleihen, sind angebracht. Auch zwei Decken wurden bereits über dem Gewölbe eingezogen. Sie sorgen gemeinsam mit den Zugankern, die durch das Mauerwerk der Nikolaikirche getrieben wurden, für den richtigen Halt des historischen Gebäudes. Seit knapp zwei Wochen steht auch das neue Dachtragegerüst, auf dem die Dachsparren montiert wurden.

„Die Sakristei hatte diese Sanierung bitter nötig. Wenn länger gewartet worden wäre, hätte niemand mehr für den Erhalt garantieren können“, so sagt der zuständige Projektbegleiter. Probleme hatte es im Laufe der Jahrhunderte immer wieder gegeben. Und dann wurde bei manchen Reparaturen nicht fachmännisch gearbeitet. Vieles sei nur provisorisch gemacht worden - in der Hoffnung, es später komplett zu erneuern. Aber offenbar ist nichts daraus geworden - bis jetzt. Bei der Sanierung haben die Bauleute auch eine interessante Entdeckung gemacht: Alte Tonsteine, die scheinbar noch original aus der Entstehungszeit stammen. „Das ist aber ein anderes Kapitel. Damit beschäftigen wir uns, wenn die Sanierung in ,trockenen Tüchern‘ ist“, sagt der Projektbegleiter.

Einen Wermutstropfen mussten die Sanierer allerdings schlucken: Die Schmuckbänder direkt unter dem Nikolaikirchdach werden künftig nicht mehr zu sehen sein. Das Dach der Sakristei musste höher angesetzt werden als ursprünglich geplant. „Darunter befindet sich ein Stück Mauerwerk aus dem Mittelalter. Um dieses zu schützen, ist es notwendig, das Dach höher zu ziehen“, so der Baufachmann.