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Sang- und klanglos geht das Festjahr zu Ende

Mit einem großen Feuerwerk läuteten die Anklamer ihr Festjahr ein. Der Abschied wird stiller ausfallen.
Mit einem großen Feuerwerk läuteten die Anklamer ihr Festjahr ein. Der Abschied wird stiller ausfallen.

Statt mit Pauken und Trompeten geht das Anklamer Jubiläumsjahr still und leise zu Ende. Ein als Finale geplanter Festgottesdienst in der Marienkirche  zu Silvester wird nun ganz normal gefeiert.

Eine Zeitungsmeldung über den Festgottesdienst zum Abschluss des Anklamer Jubiläumsjahres zum 750. Jahrestag der Stadtgründung hat Pastor Jörn-Peter Spießwinkel aufgeschreckt. Denn das angekündigte große Finale fällt aus. „Die Evangelische Kirchengemeinde Anklam weist darauf hin, dass der Silvestergottesdienst am Mittwoch, 31. Dezember, im kleineren Rahmen stattfindet als in der gestrigen Ausgabe des Nordkuriers angekündigt. Die ursprüngliche Idee eines großen gemeinsamen Festgottesdienstes zum Abschluss des Jubiläumsjahres wird nicht umgesetzt, stattdessen feiert die Evangelische Kirchengemeinde einen Gottesdienst mit Abendmahl zum Altjahresabend um 18 Uhr in Kapelle der Marienkirche. Dazu sind weiterhin alle herzlich willkommen!“, heißt es in einer Mail, die  die Nordkurier-Redaktion gestern erreichte. Sehr merkwürdig, hatten Mitarbeiter des Stadtmarketings den Termin doch noch im Dezember angekündigt. Bis zum heutigen Tag steht er im Veranstaltungskalender auf der Internetseite der Stadt.

Dabei soll die Entscheidung gegen den Festgottesdienst bereits im November gefallen sein. Die Stadt hatte da das geplante Feuerwerk im Anschluss an den Gottesdienst abgesagt. „Dann sind wir davon ausgegangen, dass doch nicht ganz so viele Leute zum Gottesdienst kommen werden“, erklärte Gemeindekirchenrat Thomas Binder. Also habe man beschlossen, den Silvester-Gottesdienst in kleinerem Rahmen zu feiern.

Keine Partner für großes Feuerwerk

Auch für Bürgermeister Michael Galander ist die Absage des Festgottesdienstes keine Neuigkeit. Erst wurde noch darüber nachgedacht, in Zusammenarbeit mit den Anklamer Gaststätten auf dem Marktplatz nach einem späten Gottesdienst um 22.30 Uhr ein Silvesterfeuerwerk zu zünden, erklärt Galander. Doch bei den Gastwirten kam die Idee nicht so gut an. Mangels Partnern bleibt das große Feuerwerk also aus.

Dann macht es auch wenig Sinn, den Gottesdienst so spät zu beginnen, da wahrscheinlich sowieso nicht allzu viele Leute kommen würden, ist sich zumindest Galander sicher. Für den Gottesdienst ist außerdem ganz allein die evangelische Kirche zuständig.