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A20-Unfall

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Schaulustige ignorieren Polizei-Sperren

Ein polnischer LKW, der in Fahrtrichtung Stettin unterwegs war, kam durch einen geplatzten Reifen nach links auf die Mittelleitplanke und kippte dort um.
Ein polnischer LKW, der in Fahrtrichtung Stettin unterwegs war, kam durch einen geplatzten Reifen nach links auf die Mittelleitplanke und kippte dort um.
Tilo Wallrodt

Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 20 bei Greifswald wurden sechs Menschen verletzt. Die Rettungskräfte wurde bei ihrem Einsatz von Gaffern behindert.

Nur unter Androhung von Platzverweisen und Bußgeldern hat die Polizei einige Schaulustige bei dem schweren Unfall auf der Autobahn 20 nahe Greifswald daran hindern können, sich dem Unglücksort zu nähern. Es seien sogar Leute dabei gewesen, die mehrmals versuchten, an den Absperrungen vorbeizukommen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag.

Androhung von Platzverweisen

Bei dem Unfall Mittwochabend, der durch einen geplatzten Reifen eines Lasters ausgelöst wurde, waren sechs Menschen verletzt worden, drei davon schwer. Die Autobahn musste gesperrt werden. An dem Unfall waren insgesamt zwei Lkw und sechs Autos beteiligt.

Die Schaulustigen hätten in den Staus ihre Autos verlassen und dann versucht, zu Fuß zu der langgezogenen Unfallstelle zu gelangen, sagte die Sprecherin. Sie hätten sich dabei teilweise auch nicht durch die als Sperren abgestellten Polizeiautos stören lassen. Derzeit lägen aber keine Erkenntnisse darüber vor, dass sich Schaulustige direkt an den Unfallautos befunden und so die Rettungsarbeiten behindert hätten.