POLIZEI-GROßEINSATZ

Schlägerei am Totensonntag in Anklam hat ein Nachspiel

„Die erste Anklamer Tanznacht“ hat für reichlich Ärger gesorgt. Und das nicht nur für die Polizei, die in der Nacht mit einem Großaufgebot anrückte. Anklams Bürgermeister und die Wolgaster Veranstalter sind sich uneinig über die vertraglichen Absprachen.
Karsten Riemer Karsten Riemer
Das Anklamer Volkshaus war nach einer Tanzveranstaltung negativ in den Schlagzeilen aufgetaucht.
Das Anklamer Volkshaus war nach einer Tanzveranstaltung negativ in den Schlagzeilen aufgetaucht. Anne-Marie Maaß
Anklam.

Mit dem Polizeieinsatz bei der Anklamer Tanznacht vor gut drei Wochen war die Stadt in die landesweiten Schlagzeilen geraten. Über den Vorfall und die Verantwortung streiten sich nun Bürgermeister Michael Galander (IfA) und die Veranstalter. Galander hatte den Organisatoren öffentlich vorgeworfen, gegen vertragliche Auflagen verstoßen zu haben. Doch die sind sich keiner Schuld bewusst. Die Frage war auch deshalb in der Stadt diskutiert worden, weil die Tanzveranstaltung in der Nacht zum Totensonntag stattfand.

Wer sagt hier die Wahrheit?

Laut Veranstalter Heiko Krüger habe es, anders als Galander behatet, keine Vorgabe gegeben, die Tanznacht um 12 Uhr nachts zu beenden. Und auch die Verträge (liegen dem Nordkurier vor), die er mit dem Ordnungsamt und der GWA geschlossen hat, geben ihm recht. So ist im Mietvertrag mit der GWA kein Eintrag zu finden, der das Veranstaltungsende einschließt. Lediglich der Mietzeitraum vom 23. November um 8 Uhr bis zum 24. November um 14 Uhr ist darin festgehalten. In der ordnungsbehördlichen Verfügung ist die Veranstaltungszeit sogar bis zum24. November um 4 Uhr aufgeführt und genehmigt worden.

Polizei alarmierte 18 Streifenwagen

Dass die Tanzveranstaltung im Nachgang überhaupt für Unmut in der Stadt sorgte, war einer Prügelei zweier Gäste zuzuschreiben, die18 Einsatzwagen der Polizei auf den Plan rief und für ein unrühmliches Ende der Partynacht sorgte. Die Stadt zog samt der städtischen Gesellschaften Konsequenzen. Tanzveranstaltungen oder ähnliche Ereignisse werde es am Abend vor Totensonntag in Anklam in öffentlichen Gebäuden beziehungsweise in Räumen der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft Anklam (GWA) nicht mehr geben, hieß es.

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