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Schnuppertage an der Uni Greifswald

VonAnne-Marie MaaßFäröisch oder doch lieber BWL? An der Uni Greifswald beginnen heute die Hochschulinfotage. Die Uni zeigt die ganze Palette – vom ...

VonAnne-Marie Maaß

Färöisch oder doch lieber BWL? An der Uni Greifswald beginnen heute die Hochschulinfotage. Die Uni zeigt die ganze Palette – vom Evergreen-Studienfach Germanistik bis hin zum „Orchideenfach“ Baltistik.

Greifswald.„Wir duzen uns hier alle. Ich bin Erik“, sagt Erik Kjellberg und streckt zur Begrüßung die Hand entgegen. Er ist blond, hat blaue Augen und sieht aus, wie man sich in Deutschland einen typischen Schweden vorstellt. In seinem Büro stehen dichtgedrängt zwei Schreibtische, vor allem aber nehmen Bücherregale mit skandinavischer Literatur die gesamte Wand ein. Seit anderthalb Jahren ist der Schwede Lektor am Institut für Skandinavistik und Fennistik an der Uni Greifswald. An der Uni gibt es einige solcher „Orchideenfächer“ mit sehr wenigen Studierenden, man kann hier etwa Isländisch lernen oder sogar färöisch. An den kleinen Instituten, die oft nur eine handvoll Mitarbeiter und ein paar dutzend Studenten zählen, geht es naturgemäß eher familiär daher. Es gibt einen Chor, das Mittsommerfest und andere skandinavische Festtage werden von Studenten und Lehrkräften gemeinsam zelebriert. Lektor Erik Kjellberg schätzt die Atmosphäre am Institut. Für ihn neigt sich die Lehrzeit hier jedoch bald dem Ende entgegen.
„Wir Lektoren wechseln in der Regel nach zwei Jahren, um frischen Wind rein zu bringen“, erklärt der 46-Jährige. Doch auch danach wollen er und seine Familie noch am Ryck bleiben: „Die Leute hier stehen den skandinavischen Ländern sehr offen gegenüber. Auch die gemeinsame Geschichte wird sehr postiv gesehen“, berichtet der Schwede. Immer öfter habe er in seinen Kursen auch Betriebswirtschaftsstudenten sitzen, die für ihre berufliche Perspektive in Skandinavien, Schwedisch lernen möchten.

Informationen zu
den Studiengängen
Stefan Hatz von der zentralen Studienberatung der Uni bestätigt das rege Interesse an den kleineren Fächern. Die Nischenfächer, aber auch die großen Studiengänge wie Germanistik, Jura oder Medizin können Studieninteressenten bei den Hochschulinfotagen erkunden, die heute an der Uni starten und bis Sonnabend andauern: „Heute und morgen können die Studieninteressenten Schnuppervorlesungen besuchen und in den ganz normalen Vorlesungsalltag hineinschauen“, sagt Stefan Hatz. Während der Schulzeit sind solche Ausflüge aber nur möglich, wenn die Schulleitung sie vorher genehmigt. Am Sonnabend sind dann auch die Eltern mit eingeladen, sich zu informieren. Denn nach verkürztem Abi-tur sind „manche noch nicht einmal volljährig“, erklärt Hatz. Er rät ab von altbekannten Sätzen wie „BWL ist immer richtig“. Stattdessen gelte: „Jeder muss für sich herausfinden, was ihm liegt und ihn interessiert.“ Alle Infos zu den Hochschulinfotagen im Internet unter:
www.uni-greifswald.de/
studieren/hit.html