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Schock an der Uni-Klinik: Krankenhaus mit neuem Rekord-Minus

Lange Gesichter beim Klinik-Vorstand: Marie le Claire, Max Peter Baur, Thorsten Wygold, Peter Hingst.
Lange Gesichter beim Klinik-Vorstand: Marie le Claire, Max Peter Baur, Thorsten Wygold, Peter Hingst.
Carsten Schönebeck

Lange Gesichter in Greifswald bei den Klinik-Chefs. Die Uni-Klinik rutscht noch weiter in die Miesen. Das bekommen nun auch die Mitarbeiter zu spüren. Und auch für die kleineren Krankenhäuser der Region dürfte das wirtschaftliche Desaster Konsequenzen haben.  

Die wirtschaftliche Situation der Greifswalder Universitätsmedizin ist noch schwieriger als bislang gedacht. Der Vorstand musste am Dienstag ein neues Rekord-Defizit einräumen. 14,3 Millionen Euro fehlten dem Unternehmen im vergangenen Jahr.

"Das Defizit fällt deutlich höher aus, als erwartet", so Vorstands-Chef Max Peter Baur. Die Bilanz mit der er und seine Vorstandskollegen nun dastehen ist erschreckend: Weniger stationäre Patienten, trotzdem fast identische Material- und mehr Personalkosten. Bis 2018 sollte das Haus wieder in die Gewinnzone, hatte die kaufmännische Geschäftsführerin Marie le Claire noch im Frühjahr verkündet. Nun zog sie es vor, keine Angaben mehr zu einem Zeitplan zu machen. Man untersuche die gesamte Universitätsmedizin nach Möglichkeiten, das Defizit auszugleichen. Dabei sei auch der Abbau von Arbeitsplätzen im Gespräch.

Für kleinere Krankenhäuser der Region dürfte die schwierige Lage der Greifswalder Konsequenzen haben. Denn die Uni-Medizin ist, so betonte der Ärztliche Direktor Thorsten Wygold, auch auf zusätzliche Einnahmen angewiesen. Natürlich stehe man dabei im Wettbewerb mit anderen Krankenhäusern, so Wygold.