EUGAL-BAU

Schon im Januar geht’s weiter an der Trasse

Auch wenn die Arbeiten an der Gastrasse momentan pausieren, sind die weiteren Schritte bereits geplant. Die Vorbereitungen dafür wurden noch vor Weihnachten ausgeführt. Mit Beginn des neuen Jahres soll es dann wieder spannend werden entlang der Eugal-Leitung.
Mit schweren Kettenfahrzeugen wurden die Schweißzelte vor der Winterpause noch umgesetzt. Für das Verbinden der Leitungen im nächsten Jahr sind sie unerlässlich.
Mit schweren Kettenfahrzeugen wurden die Schweißzelte vor der Winterpause noch umgesetzt. Für das Verbinden der Leitungen im nächsten Jahr sind sie unerlässlich. Karsten Riemer
Vorpommern.

Mit archäologischen Ausgrabungen begannen die Arbeiten entlang der geplanten Ferngasleitung Eugal in diesem Jahr. Noch bevor die letzten Genehmigungen für den eigentlichen Bau der Trasse offiziell erteilt wurden, zogen sich die ersten großen Erdwälle durch Vorpommern. Ende Oktober fiel dann der Startschuss. Das Bergamt Stralsund erteilte die Zustimmung für den nördlichsten Leitungsabschnitt.

Von Lubmin bis zur Grenze nach Brandenburg südlich von Pasewalk verläuft dieser quer durch den Kreis Vorpommern-Greifswald. Von dort aus über die Bundesländer Brandenburg und Sachsen bis an die tschechische Grenze. Auf 480 Kilometern erstreckt sich die Gastrasse durch Deutschland. Davon entfallen 102 Kilometer auf Vorpommern.

Gestiegener Erdgasbedarf verlangt neue Leitung

Bereits vor neun Jahren startete ein ähnliches Bauprojekt entlang des aktuellen Trassenverlaufs. Im Jahr 2011 strömte dann das erste Gas durch die Opal-Leitung. Mit dem Bau der neuen Ferngasleitung Eugal soll nun auf den gestiegenen europäischen Erdgasbedarf reagiert werden, hieß es seitens der zuständigen Versorgungsfirma Gascade zum Baubeginn. Um den Flächenverbrauch zu minimieren, habe man einen nahezu identischen Trassenverlauf gewählt.

Auch wenn die eigentliche Verlegung der Leitung erst für das kommende Frühjahr geplant ist, begannen die Vorbereitungen bereits direkt im Anschluss an die Baugenehmigung. Der Mutterboden wurde weiter abgetragen und Zufahrten bis zu den Baustellen eingerichtet. Parallel dazu wurden weitere archäologische Ausgrabungen vorgenommen. Auch die ersten Rohrleitungen fanden ihren Weg auf die Trasse.

30 Zentimeter Schlamm erschwerten Arbeit

Mit dem Wetterumschwung und dem einsetzenden Regen im Dezember kamen die ersten Probleme auf die Baustelle, ein vorzeitiger Baustopp wurde seitens der Bauleitung in Erwägung gezogen. „Wir hatten zwischenzeitlich 30 Zentimeter Schlamm“, sagte Bauleiter Karl Stephan Thürmann. Selbst mit Allradantrieb war die Trasse teilweise nicht mehr befahrbar. Die Arbeiter mussten mit Kettenfahrzeugen an den Einsatzort gebracht werden.

Dennoch blieb es bis kurz vor Weihnachten geschäftig an der geplanten Gasleitung. Weitere Rohre wurden geliefert und als einer der letzten Arbeitsschritte die Schweißzelte umgesetzt. Diese sind für die kommenden Arbeiten unerlässlich. „Wenn die Rohre verschweißt werden, darf für eine saubere Schweißnaht kein Wind wehen“, erklärte Gascades Pressesprecherin Nicola Regensburger. Im Januar soll damit bereits begonnen werden. Zusätzlich starten dann auch die Vorbereitungen für die Unterpressung an der Bundesstraße 109 in Höhe Klein Bünzow. Um Straßensperrungen zu vermeiden, wird eine Grube ausgehoben, von der aus die Rohre unter der Straße durchgeschoben werden. „Damit ist Ende Januar, Anfang Februar zu rechnen“, so Regensburger. Auch an den anderen Streckenabschnitten ist eine ähnliche Entwicklung der Arbeiten geplant.

 

 

 

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