:

Schreckschuss-Angriff endet tödlich

Es kommt langsam Licht in den rätselhaften Todesfall von Anklam. Es war ein banaler Anlass, ein alltäglicher Streit. Doch dann zog einer der Kontrahenten eine Schreckschusspistole und drückte mehrmals ab. Sein Gegenüber lag danach tot am Boden.

Vor diesem Haus in der Pasewalker Allee in Anklam ereignete sich die tödliche Tragödie.
Tilo Wallrodt Vor diesem Haus in der Pasewalker Allee in Anklam ereignete sich die tödliche Tragödie.

Mitten im Wortgefecht vor einem Haus in der Pasewalker Allee in Anklam holte ein 28-Jähriger eine Schreckschuss-Pistole aus der Tasche, hielt sie seinem Gegenüber an die Brust und drückte ab. Nach mehreren Schüssen lag der 36 Jahre alte Kontrahent leblos am Boden. Der Schütze flüchtete vom Ort des Geschehens, während andere Anwohner den Rettungsarzt riefen. Doch der Mediziner konnte nur noch den Tod des 36-Jährigen feststellen, ohne Spuren von äußerer Gewalteinwirkung zu entdecken. Freund des Toten, die zur Tatzeit am Ort des Geschehens waren, verweisen jedoch auf dessen schwaches Herz. Sie vermuten, dass die Druckwelle aus der Schreckschusswaffe das lebenswichtige Organ aus dem Takt brachte. Der Schütze wurde in den Nachtstunden von  der Polizei in Anklam festgenommen.

Was nun wirklich den Tod des 36-Jährigen auslöste, muss die Obduktion in der Greifswalder Rechtsmedizin an den Tag bringen. Zu Ursachen und Hergang des Geschehens am Tatort hält sich Gerd Zeissler, der Sprecher der Staatsanwaltschaft, mehr als bedeckt. "Die bisherigen Ermittlungen haben mehr Fragen aufgeworfen als Antworten ergeben", erklärt er. Daher wolle er über Motive und Ablauf des Geschehens erst nach Abschluss der polizeilichen Untersuchungen Auskunft geben.