„Fridays for Future”
Schüler-Klimastreik jetzt auch in Vorpommern

Am vergangenen Freitag demonstrierten Schüler vor dem Mainzer Hauptbahnhof sowie in mehr als 30 weiteren deutschen Städten für wirksamen Klimaschutz und einen sofortigen Kohleausstieg.
Am vergangenen Freitag demonstrierten Schüler vor dem Mainzer Hauptbahnhof sowie in mehr als 30 weiteren deutschen Städten für wirksamen Klimaschutz und einen sofortigen Kohleausstieg.
Peter Zschunke

Bisher gab es die Schülerproteste gegen die aktuelle Klimapolitik vor allem in den großen Städten. Am Freitag soll nun auch im Nordosten demonstriert werden.

Wenn am Freitag die Schulklingel zur nächsten Stunde läutet, dürften im Raum Anklam und Stralsund in manchen Klassen ein paar Plätze frei bleiben. Für die beiden Städte sind Demonstrationen der weltweiten Bewegung „Fridays for Future” angemeldet, bei der Schüler seit vielen Wochen jeweils am Freitag nicht zur Schule gehen, sondern für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen.

So wird in Anklam eine für die Jugendorganisation der Linken angemeldete Versammlung um 13 Uhr am Marktplatz beginnen. Das Motto lautet „Fridays for Future (Klimaschutz und Kohleausstieg)", die Demo soll gegen 15 Uhr am Bahnhof enden. Auch die Demo in Stralsund beginnt um 13 Uhr, Startpunkt ist der Alte Markt.

Schwedisches Vorbild Greta Thunberg

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mittlerweile sieben Regionalgruppen der Klimastreik-Bewegung, unter anderem in Anklam, Greifswald, Stralsund, Rostock und Schwerin. Die Schüler und Studenten sind meist über Messenger wie Whatsapp, Telegram oder Facebook-Gruppenchats organisiert. In ganz Deutschland gibt es mehr als 220 Regionalgruppen. „Fridays for Future” ist dabei nicht an eine bestimmte Partei oder Organisation gebunden, sondern wird durch viele Schülerinnen und Schüler getragen.

Vorbild der Bewegung ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit August 2018 jeden Freitag den Schulunterricht bestreikt und dies so lange fortsetzen möchte, bis Schweden das Klima-Übereinkommen von Paris einhält. In Deutschland wird seit September 2018 jeden Freitag zwei Stunden vor dem Bundestag demonstriert. Am vergangenen Freitag protestierten nach eigenen Angaben mehr als 26.000 junge Menschen in 35 deutschen Städten.