ANKLAM, NEUBRANDENBURG, STRALSUND

Schwarze Kreuze und Grabkerzen vor Läden in MV

In mehreren Städten in MV wurden Grabkerzen vor Geschäfte gestellt. In Anklam hat die Polizei die Urheber der Aktion gefunden, die ihren Unmut über Corona-Maßnahmen kundtun wollten.
Ob Gastronomie oder Einzelhandel – überall in der Anklamer Innenstadt waren Kreuze und Kerzen zu finden.
Ob Gastronomie oder Einzelhandel – überall in der Anklamer Innenstadt waren Kreuze und Kerzen zu finden. Anne-Marie Maaß
In Neubrandenburg wurden mindestens 20 Grabkerzen vor Geschäften aufgestellt.
In Neubrandenburg wurden mindestens 20 Grabkerzen vor Geschäften aufgestellt. Gabriel Kords
Anklam ·

Schwarze Kreuze und Grabkerzen sind am Donnerstag gegen 19 Uhr vor rund 30 Geschäften in der Anklamer Innenstadt zu entdecken. Sechs Personen hatten diese Gegenstände aufgestellt, um ihrem Unmut über die Corona-Maßnahmen kundzutun wie es in der Nacht zu Freitag aus dem Polizeipräsidium hieß. In Neubrandenburg wurden ebenfalls Grabkerzen vor Geschäften aufgestellt. In Stralsund waren circa 115 Grabkerzen zu sehen, unter anderem auch vor dem Wahlkreisbüro von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Aufsteller wurden dort allerdings nicht gefunden. Auch in Neustrelitz wurden mehrere Grabkerzen aufgestellt.

Die betroffenen Händler und Gewerbetreibenden in Anklam haben wohl mit der Aktion augenscheinlich nichts zu tun. Das zumindest hat die Umfrage des Nordkurier ergeben. Viel mehr noch, zeigen sie sich von Aktion eher verstört. „Wir wussten davon nichts. Uns hat keiner gefragt”, sagt etwa Cathleen Eggert vom Modehaus Eggert. Generell lehnt sie das Statement, was dort gesetzt wurde deshalb ab.

Zig Geschäfte mit Kreuzen und Kerzen versehen

„Natürlich muss bald etwas geschehen, um die Existenzen der Läden zu sicher. Aber um auf die Lage aufmerksam zu machen, entscheide ich ganz genau, welchen Aufrufen und Aktionen ich folge”, sagt sie. Grabkerzen und schwarze Kreuze halte sie nicht für angebracht. Auch politisch sollten die Ladeninhaber nicht ungefragt vereinnahmt werden.

Die Polizei hat den Sachverhalt aufgenommen und wird die Aktion mit rund Grabkerzen und Holzkreuzen in MV an den polizeilichen Staatsschutz weitergeben, um die Aktion in Anklam mit ähnliche Vorfällen – meist rechten Hintergrunds – abzugleichen. Ein Straftatbestand oder die Grundlage einer Ordnungswidrigkeit liege aktuell nicht vor, so die Aussage der Polizei.

Mehr lesen: Bisher abgestellte Coronaprotest-Kerzen müssen nicht weg

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Kommentare (14)

an dieser Gegend. Auch kurz vor dem Ende sehr devot.

ihr rechtsradikalen Dummdenker wollt und werdet es eh nie kapieren.
Euch fehlen zwei Grundvoraussetungen, um zu verstehen, dass nicht jeder euch braunen Rattenfängern hinterläuft: Hirn und Verstand.

"Ein Straftatbestand oder die Grundlage einer Ordnungswidrigkeit liege aktuell nicht vor, so die Aussage der Polizei."
Nein nein, das ist sicherlich alles richtig so und diese Läden werden überbewertet. Gibt's alles online...

nur wenn vor MEINEM Laden anonym brennende Kerzen aufgestellt werden, werde ICH darauf angesprochen.
Das möchte ICH BEIDES nicht.

Jetzt verstanden Herr ÜberVater?

thor steinar?

geistige Heimat des ÜBERVATERS!

... du scheinst auch keine Freunde, sonst nur diese Seite zu haben.
Mist wenn einer im wahren Leben keiner mehr zuhören will und man sich stattdessen im Internet trollen muss.
Armes Leben.

ich überlesen haben, daß die aufgestellten Gegenstände von Rechtsradikalen aufgestellt wurden. Berichtet wurde von "6 Personen, die ihren Unmut...". Es scheint so, daß man jetzt automatisch als rechtsradikal gilt, wenn man nicht mit den Coronamaßnahmen deckungsgleich ist. Einen Unterschied zu 40 Jahren persönlich erlebten "Diktatur des Proletariats", vermag ich nicht mehr zu erkennen. Ohne die Beweggründe für die geringste Abweichung von der "richtigen Meinung" überhaupt anzuhören, war man schnell zum "Klassenfeind " abgestempelt. Die Aufstellung vor Geschäften und die Vereinnahmung der Ladenbesitzer als Unterstützer diese Aktion halte ich für genauso falsch, wie den krankhaften und inflationären Vorwurf des Begriffs "Rechtsradikal", bei jeder, von der eigenen Einstellung abweichende Meinung. Frau Wagenknecht hat sich gerade zu diesem Thema kürzlich geäußert: „Wer bestimmte Meinungen nicht teilt, ist deshalb noch lange kein Nazi, der gecancelt werden muss. Die Geisteshaltung vieler Linker sei: „Wer nicht für mich ist, ist kein Andersdenkender, sondern ein schlechter Mensch“.

Hier steht es:

"Die Polizei hat den Sachverhalt aufgenommen und wird die Aktion mit rund Grabkerzen und Holzkreuzen in MV an den polizeilichen Staatsschutz weitergeben, um die Aktion in Anklam mit ähnliche Vorfällen – meist rechten Hintergrunds – abzugleichen."

Die Holzkreuze erinnern stark an Aktionen der rechten Szene in der Region. Wer es tatsächlich war, wissen bisher anscheinend nur die Täter.

Die Anti-Corona-Schutzmaßnahmen-Aktivisten grenzen sich nicht von Rechtsradikalen ab. Bekannten Kommentatoren der Montagsspaziergänger in Neubrandenburg, wie etwa LSAW24, ist es völlig egal, wer bei ihnen mitmarschiert. Dann darf man sich über Schlussfolgerungen nicht wundern.

daß bei irgendeiner Demo Menschen dabei sind, die man als Organisator lieber nicht dabeihätte. Die Gesinnung steht niemand auf der Srirn geschrieben, aufklärende T-Shirts oder Transparente nicht immer vorhanden und unter diesen Voraussetzungen können Sie keinem Menschen das Recht auf Teilnahme verweigern.

Nicht auf der Stirn, aber auf der Wade war das Hakenkreuz tätowiert, dass auf einer Montags-Demo in Neubrandenburg zu sehen war.
Entscheidend ist, dass sich namhafte Aktivisten nicht von Rechtsradikalen distanzieren und einschreiten.

schrecklich, kann ich ihnen sagen✝️

"Die Polizei hat den Sachverhalt aufgenommen und wird die Aktion mit rund Grabkerzen und Holzkreuzen in MV an den polizeilichen Staatsschutz weitergeben, um die Aktion in Anklam mit ähnliche Vorfällen – meist rechten Hintergrunds – abzugleichen."
Da werden großflächig Läden vernichtet und wer immer was dagegen hat ist ein Nazi. So viel Unsinn auf einen Haufen.
Wissen Sie, um das mal klar zu stellen: es gibt mittlerweile sehr viele Menschen, die GEGEN jede Form des Faschismus und von mir aus sogar gegen rechtskonservative Bestrebungen gekämpft haben. Diese Leute haben zur gegenwärtigen Politik immer noch eine Meinung! Sie irgendwo rechts zu verorten zeigt genau, wer heute ein Nazi ist. Na klar nutzen das die Medien, aber Nazis haben Berufsverbote ausgesprochen...das ist nicht lange her....

wohnt in der Nähe ein Regimekritiker oder Oppositioneller. Dann geht die Aktion als Kunstfreiheit lässig durch. Wunderbar!