Im NaturKulturHaus Bugewitz drehte sich am Samstag alles um den Schutz von Wiesenbrütern. Im Rahmen des EU-Projekts Limic
Im NaturKulturHaus Bugewitz drehte sich am Samstag alles um den Schutz von Wiesenbrütern. Im Rahmen des EU-Projekts Limicodra wurden nun ehrenamtliche Gebietshelfer weitergebildet. Mareike Klinkenberg
Projektleiterin Meike Wegener stellte den aktullen Stand vom Limicodra vor, blickte zurück und voraus.
Projektleiterin Meike Wegener stellte den aktullen Stand vom Limicodra vor, blickte zurück und voraus. Mareike Klinkenberg
Naturschutz

So funktioniert das also mit dem Schutz von Watvögeln

Um den Schutz von Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvögeln kümmern sich viele Ehrenamtler. Damit diese Gebietsbetreuer wissen, was zu tun ist, wurden sie nun geschult.
Bugewitz

Der Lebensraum von Watvögeln (Limikolen) wie Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe oder Großer Brachvogel steht im Mittelpunkt EU-Life-Projekts Limicodra. Noch bis zum Herbst 2025 läuft das Projekt in Bereichen am Greifswalder Bodden, Peenestrom und Stettiner Haff.

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Die Projektverantwortlichen und die Mitarbeiter der Naturparks werden bei ihrer Arbeit für den Schutz der seltenen Wiesenbrüter auch von freiwilligen Helfern unterstützt. Genau für diese ehrenamtlichen Gebietsbetreuer gab am Samstag im NaturKulturHaus Bugewitz ein Workshop einen Überblick über das Projekt und theoretische Grundlagen. „Eines unserer wichtigsten Anliegen ist, die Öffentlichkeit für unser Vorhaben zu sensibilisieren, und dazu gehört auch die Weiterbildung unser Ehrenamtler”, erklärte Meike Wegener, die das Projekt im fünften Jahr leitet. Denn nur mit der Hilfe der freiwilligen Gebietsbetreuer könne das Vorhaben auch über seine Laufzeit hinaus getragen werden.

Bejagung von Füchsen, Mardern und Waschbären wichtig

Unter den zehn Teilnehmern waren auch Fabian Kruse aus der Müritzregion, der in Neubrandburg Naturschutz und Landnutzungsplanung studiert, und Markus Hafner, der in Mariawerth bei Ferdinandshof Schafe züchtet und seine Dienste als Landschaftspfleger anbietet. Beide liegen Natur- und Umweltthemen am Herzen.

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Bei dem Workshop erfuhren sie nun mehr über die Bedingungen, die Wiesenbrüter für eine erfolgreiche Brut benötigen, welche Maßnahmen dafür in den Schutzgebieten ergriffen werden und wie das Zusammenspiel mit Landeigentümern, Landwirten und Jägern klappt. So spiele zum einen die Wasserbewirtschaftung der Flächen eine wichtige Rolle, damit der Wiesencharakter für die Vögel als Lebensraum erhalten bleibt. Aber auch die landwirtschaftliche Nutzung und die Bejagung von Füchsen, Mardern und Waschbären sei enorm wichtig.

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Für Wiesenbrüter wurden 240 Pappeln gefällt

Als ganz aktuelle Maßnahmen zum Schutz der Wiesenvögel sind gerade mehr als 240 Pappeln im Polder Bugewitz entfernt worden. In der nächsten Woche beginnt das Team mit der Pflege der Kopfweiden. Watvögel bevorzugen nämlich weite kurzrasige Flächen. Schilf, Hecken und Bäume könnten nämlich schon wieder mögliche Feinde beherbergen.

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