CORONA-KRISE

So können Jugendliche Älteren beim Einkaufen helfen

Damit besonders ältere und kranke Menschen in diesen Tagen wenig in Kontakt mit anderen Menschen treten, will das Jugendparlament Anklam diese Menschen nun beim Einkaufen unterstützen.
JuPa-Vorsitzender Domenik Thrun
JuPa-Vorsitzender Domenik Thrun erachtet die Einschränkung des öffentlichen Lebens, die Schließung der Schulen, sowie die Vermeidung sozialer Kontakte als angemessen und notwendig. Anne-Marie Maaß
Die Junge Union Deutschland hat das Projekt "Einkaufshelden“ ins Leben gerufen, bei der sich Unterstützer sow
Die Junge Union Deutschland hat das Projekt „Einkaufshelden“ ins Leben gerufen, bei der sich Unterstützer sowie Hilfebedürftige im Internet anmelden können. Bernd Wüstneck
Anklam.

Angesichts der sich in Deutschland weiterhin rasant ausbreitenden Corona-Pandemie hat das Jugendparlament der Hansestadt Anklam (JuPa) am Montag zu Solidarität und Unterstützung aufgerufen. Gerade ältere Menschen und Kranke würden sich vor dem Virus schützen müssen und sollten daher so wenig wie möglich in Kontakt mit anderen Menschen treten. Um diesen Risikogruppen zu helfen, will sich das JuPa einem Projekt der Jungen Union Deutschland anschließen. „Einkaufshelden“ heißt die Aktion, für die sich seit einigen Tagen Unterstützer und Hilfebedürftige melden können.

„Im Mittelpunkt der aktuellen Geschehnisse steht die Gesundheit aller Menschen. Sie hat im Moment oberste Priorität, weswegen alle anderen Dinge zur Nebensache werden sollten“, sagte JuPa-Vorsitzender Domenik Thrun. Wichtig sei es, Hilfsbereitschaft zu zeigen. Mit gutem Beispiel wollen die Vertreter der jungen Generation nun vorangehen und unterstützen das Projekt „Einkaufshelden“. Bei der Aktion geht es darum, dass junge und gesunde Menschen den Einkauf für Hilfesuchende übernehmen. „Ich ermutige jeden, mitzumachen und Einkäufe oder sonstige Erledigungen für schwächere Mitglieder unserer Gesellschaft zu übernehmen“, so Thrun am Montag. Wer zum „Einkaufshelden“ werden will, kann sich ebenso wie Hilfesuchende auf der Webseite www.die-einkaufshelden.de mit seinen Kontaktdaten registrieren. Der Helfer wird dann automatisch mit einem Hilfesuchenden in der Nähe vermittelt. Klar: Teilnehmen sollen nur diejenigen, die sich auch gesundheitlich dazu bereit fühlen.

Zusätzlich könne Formular ausgehangen werden 

Die Junge Union weist darauf hin, dass je weniger direkten Kontakt es zwischen beiden Personen gibt, desto mehr Schutz gewährleistet werden kann. Daher sollte man sich vor dem Einkauf gut absprechen und genaue Uhrzeiten zur Übergabe des Geldes und der Lebensmittel klären. Weil vor allem ältere Menschen oft kein Internet nutzen, empfiehlt die Junge Union zudem, die eigene Hilfe per Aushang anzubieten. Ein vorgefertigtes Formular erhält man nach der Registrierung per Mail.

Der Vorsitzende des Jugendparlaments sagte am Montag weiterhin, man erachte die Einschränkung des öffentlichen Lebens, die Schließung der Schulen, sowie die Vermeidung sozialer Kontakte als angemessen und notwendig. „Es ist eine besondere und bisweilen einmalige Notlage, die ein konsequentes Handeln erfordert.“ Weil es vor allem vielen Jugendlichen schwer fallen dürfte, auf soziale Kontakte zu verzichten, appellierte Domenik Thrun, den Kontakt zu Freunden, Kollegen und Verwandten zu reduzieren, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Parlament wolle Sitzungen durch Telefonkonferenzen ersetzen

Auch das Jugendparlament Anklam wird seine Arbeitsweise in den nächsten Wochen verändern. Sitzungen sollen Thrun zufolge nun digital stattfinden oder durch Telefonkonferenzen ersetzt werden. Alle geplanten Veranstaltungen der nächsten fünf Wochen werden ausgesetzt, sollen aber nach Möglichkeit nachgeholt werden. Inwieweit Projekte und Veranstaltungen, wie das große Grillfest des JuPas am 5. Juni, beeinflusst werden, ist Stand jetzt noch nicht vorherzusagen.

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Kommentare (3)

Was ist denn jetzt mit dem Klima - NOTSTAND in Anklam? Abgeblasen? Der Demokratiebahnhof sollte mal an die Spaßgesellschaft aufrufen, Coronaparties abzusagen und an die Jünger appelieren zu Hause zu bleiben und die Älteren nicht anzustecken.

...Nudeln und Klopapier?
Sie haben vergessen, Flüchtlinge und Merkel mit zu erwähnen.
Und nebenbei, dem Klima tut der Cooldown ganz gut.

Sie sollten einfach mal die Finger still halten, wenn Sie mit mir schreiben wollen und außer Vorwürfen nix zum mir angeschriebenen Thema beitragen wollen / können.