FEUER IN SCHEUNE

Solidarität für die Brandopfer von Busow

Über 30 Kameraden waren beim Brand einer Scheune im Einsatz, in der sich auch eine Keramikwerkstatt befand – und konnten noch Schlimmeres verhindern. Hilfe gibt es jetzt von Nachbarn, Freunden und dem Kulturverein „Weitblick“
Matthias Diekhoff Matthias Diekhoff
Bereits am Pfingstwochenende haben die Aufräumarbeiten an der Brandruine begonnen. Foto: Matthias Diekhoff
Bereits am Pfingstwochenende haben die Aufräumarbeiten an der Brandruine begonnen. Matthias Diekhoff
Die Scheune, in der sich die Keramikwerkstatt befand, ist komplett ausgebrannt. Fotos (2): Christopher Niemann
Die Scheune, in der sich die Keramikwerkstatt befand, ist komplett ausgebrannt. Christopher Niemann
Über 30 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr waren in der Nacht zum Sonntag in Busow im Einsatz.
Über 30 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr waren in der Nacht zum Sonntag in Busow im Einsatz. Christopher Niemann
Busow.

Die schlechte Nachricht machte über das Pfingstwochenende ebenso schnell die Runde wie die Betroffenheit: Bei der Keramikerin Ines Malcher in Busow bei Ducherow hat es in der Nacht zum Sonntag ein großes Feuer gegeben. Über 30 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Anklam und Ducherow konnten nur mit einem massiven Löscheinsatz verhindern, dass das Feuer von der brennenden Scheune, in der sich die Keramikwerkstatt des Mannes von Ines Malcher und ihr Lager befanden, auf die benachbarten Häuser übergreift.

Sachschaden von 60 000 Euro

Ein Feuerwehrmann wurde dabei verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Weitere Verletzte gab es glücklicherweise nicht. In der Scheune ist alles verbrannt, das Dach ist eingestürzt. Die Polizei geht von einem Sachschaden in Höhe von 60 000 Euro aus. Einen konkreten Auslöser für das Feuer konnte auch der eingesetzte Brandursachenermittler nicht feststellen.

Noch am Wochenende haben die Aufräumarbeiten an der Brandruine begonnen. Ines Malcher und ihr Mann stehen dabei nicht alleine da. Nachbarn, Freunde und Familie packen ohne groß zu fragen mit an. Niemand wünscht sich so einen Brand, aber es sei gut zu wissen, dass das Solidaritätsprinzip noch funktioniert, sagt die Keramikerin. Großes Lob gebühre auch den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, die mit ihrem souveränen Einsatz Schlimmeres verhütet hätten, steht das Wohnhaus doch nur ein paar Meter entfernt. Und Dankbarkeit nicht zuletzt auch für die Rettungskräfte und Polizeibeamten, die in der Nacht zu Einsatz kamen.

"Genug geweint. Jetzt schauen wir nach vorne"

Hilfe angeboten hat inzwischen auch der Bugewitzer Kulturverein Weitblick, in dem beide Busower Mitglied sind. Da sie selbstständig seien, könne so ein Brand wie der am Wochenende auch schnell existenzbedrohend werden, macht der Verein aufmerksam. Daher sei beschlossen worden, sämtlichen Eintritt des Konzerts mit dem Duo „Karasol“ am kommenden Freitag, den 14. Juni in Bugewitz, den Brandopfern zu spenden. „Alle können helfen. Je voller es wird, je mehr zusammenkommt – umso größer wird die Hilfe. Wichtiger als die Frage nach der Brandursache und der Versicherung ist für den Verein jetzt schnelle Hilfe und Solidarität“, heißt es in der Mitteilung der „Weitblicker“.

Ines Malcher blickt derweil den Umständen entsprechend gefasst in die Zukunft: „Wir bauen eine neue Scheune. Geweint haben wir genug. Jetzt müssen wir nach vorne schauen.“

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