Dass er auch als Landtagsabgeordneter kein Blatt vor den Mund nimmt, hat der Stolper Marcel Falk in seinen ersten Reden in die
Dass er auch als Landtagsabgeordneter kein Blatt vor den Mund nimmt, hat der Stolper Marcel Falk in seinen ersten Reden in dieser Woche unter Beweis gestellt. Screenshot / www.youtube.de / Landtag-Live
Wutrede

SPD-Abgeordneter Marcel Falk teilt in ersten Landtagsreden kräftig aus

Rund 100 Tage ist der Stolper Bürgermeister Marcel Falk nun als Abgeordneter im Schweriner Landtag und hatte jetzt seinen ersten großen Auftritt.
Schwerin

In dieser Sitzungswoche im Schweriner Landtag hatte der vorpommersche Abgeordnete Marcel Falk (SPD) seine ersten offiziellen Redebeiträge. Dabei hinterließ er auch in diesem Gremium einen authentischen Eindruck.

Gut vorbereitet und mit gezieltem Tadel gegen die christdemokratische Ex-Regierungspartei punktete er mit seiner Kritik an deren Antrag zum Thema „Verkehrswende einläuten – Bahnstrecken reaktivieren und stärken – Schienenverkehr vernetzen und länderübergreifend gestalten” nicht nur bei den Kollegen der eigenen Fraktion.

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Ordentlich die Knie gezittert

Zwischenrufe, Gemurmel und Applaus brachten ihn augenscheinlich nicht aus dem Redekonzept – auch wenn ihm, wie er selbst im Nachgang zugab, in diesem Moment ordentlich die Knie gezittert haben.

Mit einer etwas polterigen Eröffnung, in der er den Grünen-Politiker Hannes Damm als „Erklärbären” bezeichnete, der versucht hätte, ihm in den letzten Wochen und Monaten die Welt neu zu erklären, startete er in seine zweite Ansprache.

Energisch watschte Marcel Falk außerdem die zweifelhafte Gesprächskultur ab, die er in seinen ersten 100 Tagen in Schwerin erleben musste. Dass er sich mit diesem Auftritt vielleicht nicht nur Freunde machte, schien ihm sicher auch während seiner weiteren Ausführungen zum Antrag der Grünen, die den Personennahverkehr für die Zeit nach Corona fit machen wollen, aufgegangen zu sein.

Für Zügellosigkeit entschuldigt

Spätestens nach Kritik aus den Reihen der CDU ruderte er zurück und entschuldigte sich für den kurzen Ausbruch sowie seine gelegentliche Zügellosigkeit, die ihm in der Vergangenheit ja auch schon den Beinamen „Wut von der Peene” eingebracht hätten.

Sehen Sie die ersten beiden Reden des Landtagsabgeordneten Marcel Falk (SPD) im Mitschnitt:

www.youtube.com/watch?v=JxFu7hNm-Qk

www.youtube.com/watch?v=uRDGE_UPFn0

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