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Nach Streit mit der Stadt

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Spenden-Aktion für Altes Gericht in Anklam gescheitert

2016 hatte die Stadt das Alte Gericht für einen symbolischen Euro verkauft. Inzwischen gibt es jede Menge Streit um das Denkmal.  
2016 hatte die Stadt das Alte Gericht für einen symbolischen Euro verkauft. Inzwischen gibt es jede Menge Streit um das Denkmal.
Carsten Schönebeck

Schlechte Nachrichten für Anklams altes Gerichtsgebäude. Beim Werben um Investoren gab es einen deutlichen Dämpfer.

Rund 30.000 Euro sollen die Vorplanungen für den Umbau des Alten Gerichtes in Anklam kosten. Mit dem Geld könnte durch ein Ingenieurbüro aus Ideen und Skizzen ein solides Konzept zum Umbau des denkmalgeschützten Baus werden. Damit sollte auch der Weg zu Fördergeldern für den sozialen Wohnungsbau geebnet werden. Eigentümerin Jie Schiffler wollte die Anschubfinanzierung über Crowd-Funding finanzieren, also viele kleine Spenden, die über das Internet gesammelt werden.

Gerade mal 73 Euro kamen zusammen

Die kamen auch, aber längst nicht in erhoffter Höhe. Rund zwei Monate lief der Aufruf auf der Online-Plattform „startext“, in dieser Woche endete die Aktion. Zusammengekommen sind allerdings nur vier Unterstützer – die zusammen 73 Euro an Spenden zugesagt haben.

Die Eigentümerin und ihr Mann liefern sich gleichzeitig einen Streit mit der Stadtverwaltung und erheben schwerwiegende Vorwürfe. So habe die Stadt beim Verkauf verheimlicht, dass geschützte Fledermausarten am und im Gebäude beheimatet sind.

Bürgermeister Michael Galander hatte zuletzt veranlasst, dass die Rückabwicklung des Kaufvertrages eingeleitet wird. Das Ehepaar Schiffler hat für den Fall angekündigt, Schadenersatz in Millionenhöhe zu fordern.