KREBSMEDIKAMENTE

Spenden können Manuels Leben retten

Der Anklamer Manuel Mahnke leidet seit zehn Jahren an Krebs. Die einzige Hoffnung sieht der 26-Jährige in einem speziellen Medikament – das die Krankenkasse aber nicht bezahlen will.
Weronika Golletz Weronika Golletz
Antje und Manuel Mahnke wollen ihre gemeinsame Zeit genießen –  wie hier auf dem Anklamer Markt.
Antje und Manuel Mahnke wollen ihre gemeinsame Zeit genießen – wie hier auf dem Anklamer Markt. Weronika Golletz
Mühlentreff Leiter Roderich Eichel hat die Spendenaktion zusammen mit den Jugendlichen ins Leben gerufen.
Mühlentreff Leiter Roderich Eichel hat die Spendenaktion zusammen mit den Jugendlichen ins Leben gerufen. NK-Archiv/Karsten Riemer
Anklam.

Was beschäftigte einen mit 26 Jahren? Die meisten Menschen denken in dem Alter vermutlich über die nächste Reise nach, schauen sich ein neues Auto an oder haben sich gerade dazu entschieden, mit dem Partner oder der Partnerin ein Kind zu bekommen. Manuel Mahnke hingegen denkt vor allem an seine Krebserkrankung.

Der 26-jährige Anklamer ist vor fast zehn Jahren an Krebs erkrankt. Die Krebsart, die ihm seitdem zu schaffen macht, nennt sich Neuroblastom. Dabei handelt es sich um eine Krebsart, die in der Regel bei Kindern auftritt. Neuroblastome machen etwa sieben Prozent aller Krebserkrankungen im Kindes- und Jugendalter aus. Die Krankheit wird durch eine bösartige Veränderung von unreifen Zellen des sympathischen Nervensystems ausgelöst. Aus diesem Grund wird Manuel in der Kinderonkologie der Universitätsmedizin Greifswald behandelt.

10 000 Euro kostet das Medikament – pro Sitzung

Nach vielen Versuchen konnte für Manuel eine Behandlungsmethode mit speziellen Medikamenten gefunden werden, durch die sein Immunsystem anfängt, den Tumor anzugreifen. Die notwendige Immuntherapie mit dem zusätzlichen Medikament Nivolumab ist jedoch mit rund 10 000 Euro pro Sitzung sehr kostspielig. Die Krankenkasse weigert sich, das Medikament zu bezahlen. „Die Krankenkasse stützt sich auf das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, MDK. Demnach ist Nivolumab nicht für Neuroblastome zugelassen, und deswegen werden die Kosten für das Medikament nicht übernommen“, erklärt Manuels Frau Antje Mahnke. Sie ist Krankenschwester auf der Station, auf der Manuel behandelt wird. Dort haben sich die beiden auch kennen und lieben gelernt.

Das Gutachten des MDK sieht für die Behandlung eines Neuroblastoms eine Hochdosis-Chemotherapie vor. „Bei dem Gutachten wurde nur nach Aktenlage entschieden. Keiner hat auch nur einmal mit Manuel gesprochen. Sogar seine behandelnde Ärztin rät von der Chemo ab“, sagt Antje Mahnke. Die vergangenen Chemotherapien haben gezeigt, dass diese Form nicht geeignet ist, den Tumor zu behandeln. „Hinzu kommt, dass die Chemo Manuel schwächt, und wenn er nicht an den Folgen der Chemo stirbt, dann an dem Krebs. Denn nach einer Chemo müssen wir ein dreiviertel Jahr warten, bis wieder eine gemacht werden kann“, sagt seine Ehefrau. Eine Immuntherapie mit dem zusätzlichen Medikament Nivolumab sei aber Erfolg versprechend.

Das Paar braucht Unterstützung

„Durch die Behandlung mit Nivolumab geht es Manuel einfach besser. Er ist zwar müde, aber kann sich normal im Alltag bewegen und hat dadurch einfach wieder mehr Lebensqualität“, sagt Antje Mahnke. Ihr Mann bestätigt, dass es ihm den Umständen entsprechend ganz gut geht mit der Behandlung.

Um die teure Behandlung weiterführen zu können, braucht das Paar finanzielle Unterstützung. „Wir haben in einem ersten Spendenaufruf so viel zusammenbekommen, dass es für mehrere Therapie-Blöcke reicht, aber wir wissen noch nicht, wie viele Blöcke noch benötigt werden“, sagt Antje Mahnke. Es kann sein, dass Manuel noch drei oder aber noch sieben Sitzungen braucht. Das sei bei jedem Menschen anders.

Die beiden haben auch schon einen Plan, falls etwas von dem Geld übrig bleiben sollte: „Wir wollen das Geld zweckgebunden an den Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder in Greifswald spenden, damit dort auch Off-Label-Behandlungen möglich gemacht werden“, erzählen die Mahnkes. Das bedeutet, dass ein Medikament zur Behandlung verwendet wird, was für etwas anderes zugelassen wurde. So wie in Manuels Mahnkes Fall mit dem Nivolumab bei seinem Neuroblastom. Es ist ein individueller Heilversuch, und das bedeutet, dass es kein anderes Mittel mehr gibt, um Manuel von seiner Krebserkrankung zu heilen.

Anklamer Jugendclub "Mühlentreff" ruft zum Spenden auf

„Das ist wirklich eine schlimme Sache. Manuel war früher selbst häufiger im Mühlentreff und hat hier im August 2017 sogar ein Praktikum absolviert“, erzählt Rodi Eichel. Der junge Mann habe immer viel Ruhe ausgestrahlt und war jederzeit gern gesehen im Jugendclub Mühlentreff.

Aus diesem Grund haben die Jugendlichen vom Mühlentreff zusammen mit Rodi Eichel überlegt, wie man Manuel und seiner Ehefrau Antje helfen könnte. Daraus entstand die Idee eines Spendenaufrufs. Zusammen mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Vorpommern-Greifswald rufen die Mühlentreffler auf, Manuel Mahnke bei seiner wahrscheinlich lebensrettenden Therapie zu unterstützen. „Wir wollen nicht nur Zeit, sondern eine gute Zeit, und wir sind allen dankbar, die das bisher ermöglicht haben und noch ermöglichen werden“, sagen Manuel und Antje Mahnke.

 

Wer Manuel Mahnke helfen möchte, kann auf dieses Konto spenden:
DKB – IBAN: DE76 1203 0000 0000 3953 01
Verwendungszweck: Spenden für Manuel + KST: 4510

Sei Aschenbrödel! - Dein personalisierbares Märchenbuch zum Film!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Anklam

zur Homepage