Investition für „Wasted in Jarmen“
Sportplätze bekommen mehr Strom für anstehende Feste

Alles aufgebuddelt: Die Stadt Jarmen hat diese Woche auf ihren verschiedenen Sportplätzen neue Elektrokabel verlegen lassen der Ersterwähnung geplante große Jubiläumsfest.
Alles aufgebuddelt: Die Stadt Jarmen hat diese Woche auf ihren verschiedenen Sportplätzen neue Elektrokabel verlegen lassen der Ersterwähnung geplante große Jubiläumsfest.
Stefan Hoeft

Für die Feier zum 750. Stadtgeburtstag greift Jarmen tief in die Tasche – in Sachen Stromversorgung. Ein sechsstelliger Betrag wird investiert.

Jarmen muss auf den Sportplätzen in den Grünanlagen kurzfristig eine leistungsfähigere und stabilere Stromversorgung schaffen. Letztlich so etwas wie ein ungewünschtes und dann noch selbst bezahltes Geburtstagsgeschenk, denn Auslöser ist der 2019 anstehende 750. Geburtstag der Ersterwähnung Jarmens.

Höhepunkt der Jubiläumsfeiern im Juni/Juli bildet ein großes Volksfest auf dem Motoball-Areal und drum herum, samt Showbühne, Fahrgeschäfte und Riesenrad. Bei den Absprachen dazu stellte sich heraus, dass der Energiebedarf all dieser Attraktionen das Netz dort „draußen“ überfordern und vermutlich zum Zusammenbruch führen würde. Zwar seien die Kabel in diesem Bereich bereits nach der Wende Anfang der 1990er-Jahre neu verlegt worden, erklärte Bürgermeister Arno Karp dem Nordkurier. „Aber das war ja nicht für so große Feste oder Festivals ausgelegt, wie sie jetzt dort stattfinden.“

Gut für „Wasted in Jarmen“

Von daher sei nun rasch entschieden worden, dort ein neues Kabelnetz zu installieren. Und dies gleich so aufzurüsten, dass mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, indem es künftigen weiteren Anforderungen gerecht wird, so der Rathauschef. Dazu zählten etwa die geplanten Flutlichtanlagen für das Fußball-Kleinfeld und den Motoball-Platz. Letztlich erhalten beide Vereine genau wie die benachbarten Hundesportler komplett neue Versorgungsleitungen um ihre Flächen und bis zu den Vereinsgebäuden, samt eigenen Zählern und mehreren Anschlusssäulen. „Wir werden damit auch die Trafoleistungen erhöhen, sodass wir da keine Kurzschlüsse mehr riskieren.“ Investitionen, die nicht nur dem Stadtfest, sondern etwa auch Veranstaltungen wie dem Open Air „Wasted in Jarmen“ zugutekommen würden, betonte Karp.

Andererseits muss die Kommune dafür tief in die Kasse greifen, zumal mangels entsprechender Fördermittel sämtliche Kosten an ihr als Eigentümerin hängen bleiben. Immerhin geht es um mehr oder weniger dicke Kabelstränge, die arbeitsintensiv auf einer Länge von rund 2,5 Kilometer in die Erde müssen. Auch weil das Ganze relativ kurzfristig auf den Tisch kam, sorgte das Projekt für teils heftige Diskussionen in der jüngsten Stadtvertretersitzung. Schließlich summieren sich die Investitionen laut Bürgermeister auf etwas über 200.000 Euro.

Kommentare (1)

Was bringen denn solche Veranstaltungen (wofür die Kabel neu verlegt werden müssen) der Stadt(kasse) denn ein?