VERFAHREN WEGEN UNTREUE

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kreis-Dezernenten Dirk Scheer

Die Staatsanwaltschaft Stralsund ermittelt gegen den Sozialdezernenten des Landkreises Vorpommern-Greifswald. Dabei geht es um Untreue und Vorteilsnahme bei Auftragsvergaben.
An den Vorwürfen gegen ihn, sei nichts dran. Das hat Dirk Scheer mehrfach beteuert. Doch wegen Auftragsvergaben für ein Prpjekt des Landkreises Vorpommern-Greifswald gerät er nun erneut unter Druck.
An den Vorwürfen gegen ihn, sei nichts dran. Das hat Dirk Scheer mehrfach beteuert. Doch wegen Auftragsvergaben für ein Prpjekt des Landkreises Vorpommern-Greifswald gerät er nun erneut unter Druck. Gabriel Kords
Anklam.

Mit der Software-Lösung „SoJuS“ sollte die Arbeit in Teilen der Kreisverwaltung Vorpommern-Greifswalds reformiert werden. Dafür gab es erst Lob und Preise, dann gab‘s Ärger. Dem zuständigen Dezernenten im Landratsamt, Dirk Scheer (parteilos), wurde bereits im vergangenen Jahr vorgeworfen, er habe bei der Vergabe von Aufträgen an externe Unternehmen gegen Verwaltungsvorschriften verstoßen.

Das Innenministerium hatte deshalb im Frühjahr 2018 eine Untersuchung eingeleitet. Das sorgte auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil Scheer zu diesem Zeitpunkt mitten im Wahlkampf um den Landratsposten steckte. Am Ende unterlag er dabei seinem jetzigen Vorgesetzten Michael Sack (CDU), der eine undurchsichtige Rolle bei der Erhebung der Vorwürfe gespielt hatte. Die interne Untersuchung ist bis heute nicht abgeschlossen. Das bestätigte das Innenministerium auf Nachfrage des Nordkurier.

Kritik auch vom Landesrechnungshof

Grund dafür sei aber, dass sich inzwischen die Staatsanwaltschaft Stralsund eingeschaltet hat. Dabei gehe es um weitere Verstöße, die der Landkreis selbst, aber auch der Landesrechnungshof festgestellt hätten, so Ministeriumssprecherin Marion Schlender. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Software-Projekt. Die bezögen sich auf einen Anfangsverdacht der Untreue und Vorteilsnahme im Zusammenhang mit Auftragsvergaben. „Wenn es nur um mögliche Verstöße gegen Verwaltungsrichtlinien ging, würde man kein strafrechtliches Ermittlungsverfahren einleiten”, so Pressesprecher Martin Cloppenburg.

Scheer wittert Intrige

Scheer selbst erklärte, ihm sei bislang nicht bekannt gewesen, dass ein Ermittlungsverfahren eröffnet wurde, entsprechend kenne er auch die konkreten Vorwürfe nicht. „Ich weiß, dass der Landesrechnungshof die Vorgänge geprüft hat und Anfang des Jahres einen Bericht vorgelegt hat. Was darin steht, weiß ich aber bis heute nicht“, so Scheer. Er hatte noch im vergangenen Jahr angedeutet, hinter den Vorwürfen gegen ihn könnten politische Gegner stecken. Scheers Amtszeit läuft Anfang 2020 aus. Er hatte erst kürzlich öffentlich erklärt, erneut kandidieren zu wollen.

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Kommentare (3)

Wenn die Staatsanwaltschaft mit ermitteln fertig ist, sollte sie mal bei Flinten-Uschi und ihren Sohn vorbei schauen. Die haben richtig Dreck am stecken!

Erbitte weitere Infos zu: Flinten-Uschi.....Als Auswärtiger kennt man die internen Begriffe mit der Zuordnung zur Person nicht.

Ich meinte damit Ursula Von der Leyen und die dubiosen, überteuerten und rechtswidrigen Beraterverträge mit McKinsey. Der Firm wo zufälligerweise ihr Sohn arbeitet.