Gibt die Rechtsaufsicht grünes Licht und eine Sondergenehmigung könnte in der Anklamer Werftstraße noch in diesem Frühjahr gebaut werden.
Gibt die Rechtsaufsicht grünes Licht und eine Sondergenehmigung könnte in der Anklamer Werftstraße noch in diesem Frühjahr gebaut werden. Anne-Marie Maaß
Baustellen

Stadt Anklam plant Millionen für neue Straßen

In Anklam soll weiter gebaut werden, neue Straßenbaustellen stehen in den Startlöchern oder werden bereits geplant. Eine Dauer-Baustelle bleibt aber ein Problem.
Anklam

Eine der teuersten Straßenbaumaßnahmen, die derzeit in der Stadt Anklam anstehen, steht in den Startlöchern: der nunmehr dritte Abschnitt des Gellendiner Weges. Allein die Kosten für den reinen Straßenbau liegen hier bei 465.000 Euro. Der Auftrag wurde von den Stadtvertretern bereits im November 2021 an Tiefbau Sommerfeld vergeben. Wobei der größere Anteil an der Gesamtbausumme von rund 1,89 Millionen Euro im Bereich des Abwasserzweckverbandes liegt. Nämlich bei rund 624.000 Euro.

Dauer-Baustelle macht weiter Ärger

Wahrscheinlich schon in dieser Woche sollen die Arbeiten auf der Baustelle beginnen. Die ersten beiden Bauabschnitte in dem Wohngebiet wurden bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich umgesetzt.

Keine Erfolgsgeschichte schreibt in der Stadt indes weiter der Ausbau des Anklamer Diebsteiges. Seit nunmehr zwei Jahren wird an der vergleichsweise kleinen, reinen Anliegerstraße gebaggert, umgeplant und wohl mittlerweile nicht nur von den Anwohnern auch gezweifelt. Aktuell ruhen die Arbeiten mal wieder, informierte jüngst der Anklamer Bürgermeister die Stadtvertreter in ihrer Februar-Sitzung. Grund dafür sei derzeit der hohe Grundwasserstand, der Probleme bereite, erklärte er.

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Rumpelpiste und Ruine

Deutlich schneller sollen die Arbeiten stattdessen wohl schon in diesem Frühjahr in der Anklamer Werftstraße vorangehen. Hier befinde sich die Stadtverwaltung derzeit in Abstimmung mit der unteren Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises, um für die Baumaßnahme eine vorzeitige Genehmigung, losgelöst von der Haushaltsplanung 2022/23 zu bekommen.

Neben der Straßensanierung ist auch der Abriss einer stadteigenen Ruine direkt an der Straße inbegriffen. Laut Haushaltsplan sind für die Maßnahme rund 200.000 Euro vorgesehen. Auch bei den Bauleistungen will die Stadt aufs Tempo drücken. Die Eile hat einen sehr konkreten Hintergrund.

So plane ein privater Flächeneigentümer an der Werftstraße nun nach mehreren Jahren, eine touristische Einrichtung zu schaffen. Diese soll aller Voraussicht nach zum Sommer schon erste Gäste empfangen. Die städtische Rumpelpiste samt einsturzgefährdetem Nachbarhaus solle bis dahin verschwunden sein.

 

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