Ginge es nach Anklams Stadtvertreter Friedrich Baumgärtner würde sich die Stadt schon bald dem Bahnhofsgebäude
Ginge es nach Anklams Stadtvertreter Friedrich Baumgärtner würde sich die Stadt schon bald dem Bahnhofsgebäude widmen und es wieder zu einem ansehnlichen Aufenthaltsort für Reisende machen. Mareike Klinkenberg
Das Anklamer Bahnhofsgebäude gehört der städtischen Wohnunggesellschaft GWA und wird seit 2014 als Jugend- und
Das Anklamer Bahnhofsgebäude gehört der städtischen Wohnunggesellschaft GWA und wird seit 2014 als Jugend- und Kulturzentrum vom Projekt „Demokratiebahnhof” genutzt. Mareike Klinkenberg
Stadtentwicklung

Stadtvertreter fordert schnellere Verbesserungen am Anklamer Bahnhof

Lieber heute als morgen will Stadtvertreter Friedrich Baumgärtner den Bahnhof wieder zu dem machen, was er eigentlich sein sollte: ein Aushängeschild für Anklam.
Anklam

Seit Jahren engagiert sich der Anklamer Friedrich Baumgärtner als Stadtvertreter (Fraktion Baumgärtner/Kohn) für die Belange der Stadt. Doch die macht in seinen Augen im Moment keine gute Figur. Das Anklamer Bahnhofsgebäude, für ihn das Eingangstor der Stadt, vermittelt einen ungepflegten Eindruck und ist seit Jahren für Reisende überhaupt nicht zugänglich.

Damit spricht er offenbar einigen Anklamern aus der Seele, denn auch der Anklamer Seniorenbeirat hatte im letzten Jahr den Zustand des Bahnhofs beanstandet. Die städtische Wohnungsgesellschaft GWA, der das Bahnhofsgebäude gehört, hat laut eigener Aussage bereits Ideen zur Sanierung und Umkonzeptionierung des Bahnhofs in der Schublade.

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Schnelle günstige Lösung für Reisende soll her

Doch die Umsetzung für dieses neue Konzept kostet und dauert. In diesem Fall sei von einigen Millionen und rund fünf Jahren die Rede, meint Baumgärtner, der sich von GWA-Chef Jens Kiel die Pläne erläutern lassen hat. „Das dauert mir zu lange”, kritisiert Friedrich Baumgärtner.

So sollte viel schneller und viel günstiger eine Lösung geschaffen werden, die zumindest den Zugang vom Parkplatz zu den Gleisen über die Bahnhofshalle ermöglicht und den Bahnreisenden zudem eine beheizte Wartemöglichkeit bietet.

„Wir sollten nicht noch fünf weitere Jahre diesen Zustand ertragen müssen und handeln”, meint der Stadtpolitiker, der ansonsten dafür bekannt ist, das städtische Budget eher sparsam ausgeben zu wollen. „An anderer Stelle ruiniert der Bürgermeister die Stadt, hier könnte dagegen endlich einmal sinnvoll Geld eingesetzt werden”, so Baumgärtner.

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Aus diesem Grund will er schon für die nächste Stadtvertreterversammlung eine entsprechende Beschlussvorlage vorbereiten, in der die Verwaltung aufgefordert wird, noch in diesem Jahr das Bahnhofsgebäude und das Gelände in einen angenehmen und kundenfreundlichen Zustand zu versetzen.

Demokratiebahnhof könnte bleiben

Doch was wird in diesem Fall aus dem Demokratiebahnhof, der seit 2014 im Bahnhofsgebäude angesiedelt ist? Auch mit Vertretern des Jugendprojekts hat Friedrich Baumgärtner bereits das Gespräch gesucht und sich von Streetworker Rolf Böhm das Jugendzentrum zeigen lassen.

„Ich habe nichts gegen den Demokratiebahnhof. Die können von mir aus bleiben”, gibt er an. Lässt sich aber trotzdem nicht von dem Eindruck abbringen, dass das Jugendprojekt nicht unbedingt zur Verbesserung des Zustandes rund um den Bahnhof beitrage.

Baumgärtner hofft, dass möglichst viele Stadtvertreter seiner Anregung folgen, um zeitnah eine Lösung für den Bahnhof zu schaffen, die ein Anstoß für weitere Entwicklungen in dem Bereich sein können.

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