Noch liegt die Dömitz am Peeneufer vor Anker. Darüber, wie es für das Schiff weitergeht, wird am Donnerstag in
Noch liegt die Dömitz am Peeneufer vor Anker. Darüber, wie es für das Schiff weitergeht, wird am Donnerstag in der Anklamer Stadtvertretung abgestimmt. Anne-Marie Maaß
Die MS Dömitz könnte, ähnlich wie der Speicher und der blaue Industriekran, ein Alleinstellungsmerkmal und Wahr
Die MS Dömitz könnte, ähnlich wie der Speicher und der blaue Industriekran, ein Alleinstellungsmerkmal und Wahrzeichen des Anklamer Peeneufers werden. Anne-Marie Maaß
So könnte ein Eventschiff am Peeneufer aussehen.
So könnte ein Eventschiff am Peeneufer aussehen. Neptun Shipdesign/ZVG
Stadtpolitik

Stadtvertreter stimmen über Dömitz-Ankauf ab

Über die Zukunft der MS Dömitz, den Masterplan für das Anklamer Peeneufer und saubere Straßen entscheiden die Anklamer Kommunalpolitiker am Donnerstag.
Anklam

Die Weichen, ob die MS Dömitz zukünftig als Eventschiff am Anklamer Peeneufer erhalten bleibt oder in der Schrottpresse landet, könnten am Donnerstag in der Stadtvertretersitzung gestellt werden. In einer Grundsatzentscheidung geht es darum, ob die Stadt die Nutzung des Binnenschiffes in der Variante als Event- und Gastronomieschiff an Land weiterverfolgt oder eben nicht.

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Die Beschlussvorlage sieht in diesem Zusammenhang auch direkte Maßnahmen vor. Zum einen wird der Kauf der Dömitz vom bisherigen Eigner Ulrich Krüger für 50 000 Euro beschlossen und zum anderen auch direkt erste Schritte bei der Verwaltung in Auftrag gegeben, die das Projekt Dömitz in die Gänge bringen sollen. Dazu gehört ein funktionierender Businessplan, ein möglicher Betreiber des Eventschiffes und die Suche nach möglichen Fördermitteln.

Millionengrab oder Riesenchance?

In den vorbereitenden Ausschüssen haben sich die Mitglieder mehrheitlich für den Kauf der Dömitz entschieden, obwohl dem eine durchaus eine kontroverse Diskussion vorangegangen ist. Dabei war auf der einen Seite die Rede von einem „Millionengrab” und einem „Zuschußprojekt”, andere wiederum sehen eine „Riesenchance” und ein „Alleinstellungsmerkmal”.

In jedem Fall bleibt den Anklamern augenscheinlich noch eine kleine Hintertür offen. So könnte der Schrottpreis, nach Informationen der Verwaltung, auch später noch zumindest den heutigen Anschaffungspreis decken, falls die Idee vom Eventschiff sich nicht realisieren oder finanzieren ließe. Aus diesem Grunde fanden die meisten Ausschussmitglieder das Risiko überschaubar und entschieden für den Beschluss.

Bebauungsplan für Schwedenviertel auf der Tagesordnung

Doch ob finanzielles Risiko oder nicht – unabhängig vom jetzigen Beschluss steht auch weiterhin die grundsätzliche Freigabe der finanziellen Mittel durch die Untere Rechtsaufsicht des Landkreises aus. Zumindest wird die Hansestadt sich nun aber grundsätzlich zum Projekt Dömitz positionieren.

Die Sitzung der Stadtvertretung ist öffentlich und findet um 15.30 Uhr im Gotischen Giebelhaus in der Frauenstraße statt. Neben dem Ankauf der Dömitz stehen außerdem der Masterplan für das Peeneufer, die neue Straßenreinigungssatzung und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Schwedenviertel auf der Tagesordnung.

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