ERSTER ARBEITSTAG DES NEUEN LANDRATS

Startschuss für Michael Sack

Im Juni wurde der damalige Kreistagspräsident und Loitzer Bürgermeister Michael Sack zum neuen Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald gewählt. Nachdem Vorgängerin Dr. Barbara Syrbe am Dienstag in den Ruhestand verabschiedet wurde, nahm Michael Sack am Mittwoch ihren Platz ein.
Karsten Riemer Karsten Riemer
Im Juni wurde der damalige Kreistagspräsident und Loitzer Bürgermeister Michael Sack zum neuen Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald gewählt.
Im Juni wurde der damalige Kreistagspräsident und Loitzer Bürgermeister Michael Sack zum neuen Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald gewählt. Stefan Hoeft/Archiv
Der neue Landrat Michael Sack (4. von links) stand am Mittwoch gemeinsam mit seinen Mitarbeitern für ein erstes Foto bereit. „Das sind die Leute, mit denen ich in Zukunft täglich zusammenarbeiten werde“, sagte er.
Der neue Landrat Michael Sack (4. von links) stand am Mittwoch gemeinsam mit seinen Mitarbeitern für ein erstes Foto bereit. „Das sind die Leute, mit denen ich in Zukunft täglich zusammenarbeiten werde“, sagte er. Karsten Riemer
Greifswald.

Bis Dienstagabend war Michael Sack (CDU) noch als Bürgermeister der Gemeinde Loitz eingesetzt. Acht Jahre lang hatte er dieses Amt nach seiner Laufbahn als Ingenieur und Berufsschullehrer inne. „Um 18 Uhr habe ich meinen Schreibtisch geräumt“, so Sack. Am Mittwoch begann seine neue Laufbahn als Landrat des Kreises Vorpommern-Greifswald. Der 1973 Geborene übernahm das Amt von seiner Vorgängerin Dr. Barbara Syrbe. „Ich freue mich, dass es jetzt losgeht“, sagte der neue Landrat.

Der erste Arbeitstag im Landratsamt in Greifswald konzentrierte sich auf organisatorische Aufgaben. „Die erste Amtshandlung war es, Kaffee einzuschenken“, scherzte Sack. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Neben der technischen Ausstattung für Sack – unter anderem ein Diensthandy – standen bereits die ersten Beratungsgespräche mit den Mitarbeitern auf dem Programm. „Ich werde heute noch eine Hausrunde drehen, um alle kennenzulernen“, so der Landrat. Rund 1000 Mitarbeiter sind das in seiner neuen Position. Im Vergleich dazu waren es als Bürgermeister in Loitz nur 50. Sorgen macht er sich deswegen nicht. „Wenn man als Bürgermeister kommt, hat man ja schon ein bisschen Verwaltung mitgemacht“, sagte er. „Es ist jetzt nur ein bisschen größer“, fügte Sack mit einem Lachen an.

Mehr Kontakt zu Bürgern mittels sozialer Medien

Auch das Programm für die nächsten Tage ähnelt dem ersten Tag. Standortbesuche in Anklam und Pasewalk stehen auf dem Plan. „Wichtig ist, dass mich die Kollegen kennen“, erklärte der Landrat.

Auch wenn die ersten Tage noch als Vorbereitung auf seine neue Rolle dienen, hat er bereits einige Themen auf der Agenda. Die Kreisstraßen und Schulen der Region werden eine wichtige Rolle spielen. Aber auch der Breitbandausbau – schnelles Internet im ganzen Landkreis – und die verbesserte Digitalisierung der Verwaltung sieht Michael Sack als wichtige Themen an. „Das wird uns über die nächsten Jahre begleiten“, meinte er. Anders als seine Vorgängerin Syrbe will Sack im Kontakt zu den Bürgern verstärkt auf soziale Medien setzen. „Da gibt es eindeutig Nachholbedarf“, so der Landrat. Mit der neu aufgelegten Internetseite des Kreises folgten den Worten am Mittwoch direkt Taten.

Image des Kreises als Kernfrage für die Zukunft

Auch das Ehrenamt hält Michael Sack für sehr wichtig: „Es gibt in der Region sehr viele ehrenamtlich Tätige und auf diese werden wir auch immer angewiesen sein.“ Neben professionellen Strukturen komme es für das Ehrenamt vor allem auf die Helfer an. „Es gibt einen dringenden Bedarf an neuen Leuten“, sagte er. „Wir müssen herausfinden, wie wir die jungen Menschen begeistern“, fügte er an. Dass weitere Probleme, die es während seiner Amtszeit zu lösen gilt, in den nächsten Wochen und Monaten auf ihn zukommen, weiß der Landrat. „Welche das sein werden, kann ich noch nicht sagen.“

Eine Vision für seine Amtszeit hat der neue Landrat allerdings bereits. „Das Image des Kreises ist die Kernfrage für die Zukunft“, betonte Sack. „Es geht darum, einen Landkreis zu gestalten, in dem sich die Menschen wohlfühlen“, erklärte er. Durch Rahmenbedingungen für einen fortschrittlichen und lebenswerten Landkreis soll die Attraktivität der gesamten Region gestärkt werden, erläuterte Sack sein langfristiges Vorhaben.

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