NACH TEGEL-SCHLIEßUNG

Statue von Otto Lilienthal bleibt in Berlin

Aller Bemühungen zum Trotz werden wohl keine Lilienthal-Erinnerungen vom alten Flughafen Berlin-Tegel ihren Weg nach Anklam finden.
Dr. Peter Busse Museumsdirektor Lilienthal-Museum Anklam
Museumsleiter Dr. Peter Busse (kl. Bild) hat wenig Hoffnung, dass die Lilienthal-Inschrift vom Berlin-Brandenburg-Flughafen (BER) ihren Weg nach Anklam findet.
Museumsleiter Dr. Peter Busse (kl. Bild) hat wenig Hoffnung, dass die Lilienthal-Inschrift vom Berlin-Brandenburg-Flughafen (B
Da das Flughafengelände in Tegel unter Denkmalschutz steht, dürfte es schwierig werden, an die Buchstaben von otto Lilienthal zu kommen. Britta Pedersen
Anklam ·

In der Ausgabe vom vergangenen Freitag stellte ein Nordkurier-Leser die Frage, ob sich die Stadt Anklam als Geburtsstadt von Otto Lilienthal um die Lilienthal-Statue vom Berliner Tegel-Flughafen bemühen sollte. Der Flughafen stellte am Wochenende seinen Betrieb ein. Doch was passiert mit der Lilienthalstatue? Auch die großen Buchstaben, die den Namen Otto Lilienthal mit Berlin-Tegel verknüpfen, würden Anklam gut zu Gesicht stehen, findet der Schreiber des Leserbriefes, Alexander Koch.

Abgestürzter Lilienthal zieht zum neuen Flughafen

Tatsächlich haben die Stadt Anklam und das Otto-Lilienthal-Museum schon vor fünf Jahren Initiativen zur Nachnutzung von Lilienthal-Bezügen am Berliner Flughafen ergriffen, antwortet Bernd Lukasch, der frühere Direktor des Lilienthal-Museums. Allerdings kam es zu einer Enttäuschung. Die Statue, die den abgestürzten Flugpionier darstellt, wird nicht in die Hansestadt umziehen, sondern künftig den neu eröffneten Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) zieren. „Die Verhandlungen waren sehr kompliziert mit der Gesellschaft, die den Nachlass von Berlin-Tegel verwaltet. Leider hat es nicht geklappt“, so Lukasch.

Auch Leuchtbuchstaben bleiben in Berlin

Ebenfalls schlecht stehen die Chancen, die großen Leuchtbuchstaben, die den Namen Otto-Lilienthal scheinen lassen, künftig in Anklam zu sehen. „Wir machen uns da keine großen Hoffnungen“, erklärt Dr. Peter Busse, der Direktor des Anklamer Lilienthal-Museums, „Das Flughafengebäude steht unter Denkmalschutz, das macht es schwierig, an die Buchstaben zu kommen.“ Ohnehin wären die überdimensionierten Buchstaben wohl eine Nummer zu groß für Anklam, um richtig zu wirken, findet Busse.

Hoffnung auf neue Lilienthal-Exponate, die aber nicht vom Flughafen Berlin-Tegel stammen, macht hingegen Bernd Lukasch: „Es gibt positive Signale für noch berühmtere Nachnutzungen von Lilienthal. Dabei handelt es sich um Musik über Otto Lilienthal. Was genau da kommt, bleibt aber noch eine Überraschung.“

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