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Schwere Vorwürfe

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Streit um das Gerichtsgebäude

Um das alte Gericht in Anklam ist ein Streit zwischen Investoren und Stadt entbrannt.
Um das alte Gericht in Anklam ist ein Streit zwischen Investoren und Stadt entbrannt.
Veronika Müller

Verheimlichte Fledermäuse, Betrugsvorwürfe und nun Schadensersatzforderungen in Höhe von 5,6 Millionen Euro gegen die Stadt – die Käufer des alten Gerichts wollen ihr Sanierungsprojekt nicht aufgeben.

Rund zwei Jahre nach dem Kauf des alten Gerichts scheint jetzt eine Schlammschlacht mit der Stadt zu beginnen. Die Käuferinn und ihr Ehepartner fordern bis zu 5,6 Millionen Euro Schadensersatz, sollte sie das Gebäude wirklich an die Stadt zurückgeben müssen. Außerdem drohen sie auch mit einer Strafanzeige gegen Anklams Bürgermeister Michael Galander (IfA).

Stadt will das Gebäude zurück haben

Nachdem sie das leer stehende und verwahrloste Haus 2016 für einen symbolischen Euro erworben hatten, sollte zunächst ein Begegnungszentrum für Einheimische und Touristen dort entstehen. Diesen Plan verwarf die Hausbesitzerin jedoch und schwenkten zuletzt auf ein Projekt für den sozialen Wohnungsbau um. Allerdings sehe die Stadtverwaltung derzeit keinen Hinweis darauf, dass sich die Pläne umsetzen ließen, so Bürgermeister Galander. Deshalb habe die Stadt ihren Sanierungsträger, die BiG Städtebau, mit einer Rückabwicklung des Verkaufs beauftragt.

Eigentümerin beklagt Diskriminierung

Doch so einfach will das Paar nicht aufgeben. Sie werfen der Stadt ihrerseits vor, schon beim Kauf das Vorkommen von Fledermäusen im Gebäude verheimlicht zu haben. Die geschützten Tiere würden es unmöglich machen, innerhalb der geforderten Frist noch einen Bauantrag zu stellen. Dem Bürgermeister werfen sie Betrug in mehreren Fällen vor und prüfen, nach eigenen Angaben, rechtliche Schritte. Gleichzeitig beklagen sie, dass die aus China stammende Käuferin aus ihrer Sicht anders behandelt werde als deutschstämmige Investoren.

Kommentare (1)

wurde übers Ohr gehauen. Meistens läuft es genau umgekehrt. Sie hat nur einen Euro bezahlt, will nun aber 5,6 Millionen Euro Entschädigung?!