Volksfest

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Streit um Vergabe des Hansefestes vom Tisch

Das beliebte Anklamer Hansefest kann im kommenden Sommer wie geplant stattfinden.
Das beliebte Anklamer Hansefest kann im kommenden Sommer wie geplant stattfinden.
Christopher Niemann

Jetzt ist es amtlich: Das Anklamer Hansefest kann wie geplant steigen. Die Kommunalaufsicht des Landkreises hat am Donnerstag grünes Licht für die große Party im Sommer am Peeneufer gegeben. Zuvor hatte es Irritationen über die Rechtmäßigkeit der Vergabeprozedur gegeben.

Eines ist seit gestern klar: Die Vergabe des Hansefestes für das dritte Augustwochenende war rechtens. „Wir haben gerade von der Kommunalaufsicht grünes Licht bekommen, dass alles in Ordnung ist“, sagte am Donnerstag die zuständige Sachgebietsleiterin Beatrix Wittmann-Stifft. Sie und ihre Mitarbeiter hatten an der Rechtmäßigkeit der Vergabe durch den städtischen Hauptausschuss keine Zweifel, aber dennoch hatte die Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises eine nachträgliche Prüfung für erforderlich gehalten. „Wir haben alle entsprechenden Unterlagen sofort eingereicht und jetzt die Bestätigung erhalten, dass alles in Ordnung ist“, so die Rathausfrau weiter.

Den Stein ins Rollen hatte der CDU-Fraktionschef Steffen Gabe gebracht. Er hatte gleich nach der Vergabe im Dezember moniert, dass hier ein Rechtsbruch vorliege. Der Grund: Es lag zum damaligen Zeitpunkt weder ein genehmigter Haushalt noch ein Planungsentwurf für 2018 vor. Und bei einer vorläufigen Haushaltsführung sei es untersagt, Aufträge für freiwillige Aufgaben wie das Hansefest zu vergeben – vor allem in der Größenordnung von 27 000 Euro. Diese Kritik war offenbar nach der jetzigen Entscheidung der Rechtsaufsichtsbehörde nicht berechtigt. „Das Hansefest kann wie geplant stattfinden“, so Wittmann-Stifft.

Ob allerdings der Ausrichter Melody Events durch die Verzögerung jetzt wirklich die schwedische Partyband Rednex als Stargast auf die Hauptbühne bringen kann, ist offen. „Wir haben zwar alles getan, um Rednex bei der Stange zu halten, bis die Entscheidung gefallen ist“, sagte Melody-Chef René Haupt am Donnerstag. Er hoffe, dass das gelungen ist, da er bisher von der Band keine andere Information habe. Doch genau könne er dies erst in den nächsten Tagen sagen. Falls nicht, müsste über einen neuen Stargast nachgedacht werden.