LÄNDLICHER RAUM

Stretense will Dorfleben in Schwung bringen

Zusammen mit der „Schule für Landentwicklung“ des Ministeriums für Landwirtschaft MV entwickelten die Einwohner jetzt drei konkrete Projekte, die auch bald umgesetzt werden sollen.
Anne-Marie Maaß Anne-Marie Maaß
Im Stretenser Bürgerhaus wurde an der konkreten Umsetzung der Wünsche aus dem Dorf gefeilt.
Im Stretenser Bürgerhaus wurde an der konkreten Umsetzung der Wünsche aus dem Dorf gefeilt. Anne-Marie Maaß
Henning Bombeck, Professor an der Universität Rostock, moderierte die Veranstaltung.
Henning Bombeck, Professor an der Universität Rostock, moderierte die Veranstaltung. NK-Archiv/G. Wagner
Stretense.

Ideen gibt es viele. Wer packt mit an und macht mit, wenn sie in die Tat umgesetzt werden sollen? Darum ging es in dieser Woche beim Zusammenkommen im Stretenser Bürgerhaus. Dort hatte die „Schule für Landentwicklung“ zur Projekt-Werkstatt eingeladen. Nach einem ersten Treffen, bei dem die größten Wünsche der Stretenser festgehalten wurden, sollte es nun darum gehen, wie die Wünsche auch umgesetzt werden können. Das wären ein Spieleabend, eine große Putzaktion im Ort und ein Dorffest.

„Ich möchte, dass Sie am Ende des Abends ganz konkret benennen können, wer etwas macht und wie das Ganze ablaufen soll“, erklärte Henning Bombeck, Professor an der Universität Rostock, der das Projekt moderierte. Aus seiner Sicht kamen bei diesem zweiten Treffen die Macher des Dorfes zusammen. „Das sind die Leute, die etwas bewegen, die es weiter tragen und dafür sorgen, dass die Dinge auch stattfinden“, sagte er. Oft seien die Schlüsselfiguren in solchen Prozessen zumeist Frauen, ergänzte der Wissenschaftler, der sich schwerpunktmäßig mit der Dorf- und Regionalentwicklung und dem demografischen Wandel beschäftigt.

Geld so dahin, wo aktive Bürger sind

Bei der aktuellen Debatte um die Stellung der beiden Ortsteile Pelsin und Stretense im Zusammenschluss mit der Stadt Anklam könne er nur davor warnen, die Belange der aktiven Dorfbewohner nicht ernst zu nehmen. Dann würde schnell auch gesellschaftliches Engagement verloren gehen. Aus Bombecks Sicht bedarf es dafür allerdings nicht unbedingt eines festen Budgets für die beiden Ortsteile, wie es zuletzt in der Stadtvertretung diskutiert wurde. Er sieht den Ball da eher aktuell bei den Pelsinern und Stretensern. Die Stadtvertretung müsse viel mehr das Geld dahin geben, wo die aktiven Bürger sind.

Rostocker Professor hat starken Zusammenhalt erlebt

Wenn diese eigenständig auch ohne Zuschüsse etwas auf die Beine stellen, dann sei eine finanzielle Unterstützung eher eine Art zusätzliche Belohnung, argumentierte er. Um das Dorfleben nachhaltig zu stärken, müsse dies allerdings auch ohne Geld aus dem Stadthaushalt funktionieren, dieses sei im Gegenzug eher ein Zeichen der Wertschätzung für das erbrachte Engagement. In Stretense sehe der Professor es nicht als Problem an, diesen Nachweis zu erbringen: Er habe den die Dorfgemeinschaft als sehr rührig und mit einem starken Zusammenhalt erlebt.

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