VERMISSTER

Suchaktion auf Usedom – bewegende Worte der Familie

Hubschrauber, Rettungshunde und zahlreiche Polizisten hatten vor wenigen Tagen nach einem Vermissten auf der Insel Usedom gesucht. Nun wendet sich die Familie mit berührenden Worten an die Öffentlichkeit.
Anette Quandt, Leiterin der Rettungshundestaffel, mit ihren Hunden Kito und Holly.
Anette Quandt, Leiterin der Rettungshundestaffel, mit ihren Hunden Kito und Holly Polizeiinspektion Anklam
Die Polizisten aus Heringsdorf freuen sich nach der geglückten Vermisstensuche über die Dankeskarte.
Die Polizisten aus Heringsdorf freuen sich nach der geglückten Vermisstensuche über die Dankeskarte. Polizeiinspektion Anklam
Heringsdorf.

Der Einsatz der Polizei vor wenigen Tagen auf Usedom war nun wirklich kein alltäglicher. Zwölf Stunden lang waren Polizisten und ehrenamtliche Rettungskräfte aus Deutschland und Polen auf der Suche nach einem Vermissten. In solchen Situationen könne man mitfühlen, welche Angst die Angehörigen empfinden, beschreibt Mandy Collet vom Heringsdorfer Revier.

Hundestaffel auf der richtigen Fährte.

Etwa 25 Polizeikräfte waren dabei im Einsatz. Neben der Polizeihubschrauberstaffel und der polnischen Polizei war auch die Rettungshundestaffel des DRK an der Suche beteiligt. Insgesamt 27 Helfer mit elf Hunden hätten nach der Fährte des vermissten 76-Jährigen gesucht – durch den Wald und über die Grenze nach Polen. Die Spur war wohl die richtige. Als die polnische Polizei meldete, man habe den Mann gefunden, waren die Spürhunde nur noch wenige Hundert Meter entfernt. „Dieser Einsatz war für unsere Hunde eine besondere Herausforderung. Da sich im Suchgebiet große Menschenmengen und viele Radfahrer bewegten, mussten sie mit so viel menschlichem Geruch besonders viel leisten. Das haben sie hervorragend gelöst”, freut sich Anette Quandt, Leiterin der Rettungshundestaffel,

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Die gute Nachricht habe auch die beteiligten Polizeikräfte bewegt. „Zudem waren wir begeistert über den hohen Personalansatz der Rettungshundestaffel. Man muss sich stets vor Augen halten, dass es sich hier um ehrenamtliche Helfer handelt, die uns so zahlreich an einem Sonntag unterstützten. Dieses Engagement ist immer wieder beeindruckend!”, so Mandy Collet.

Familie sendet Dankeschön

Der Dank der Angehörigen des 76-Jährigen erreichte die Helfer wenige Tage später. „Liebes Polizeiteam, im Namen der Eltern möchten wir uns 'ganz dolle' für Ihren unermüdlichen Einsatz bedanken! Viele Stunden waren wir in Sorge, haben das 'Schrecklichste' erwartet...Bleiben Sie weiter mit höchstem Respekt und Freundlichkeit im Einsatz”, heißt es in einer Karte, die das Revier auf Usedom erreichte. Und auch die Ehrenamtlichen der Rettungshundestaffel konnten sich freuen: Ihnen wurde durch die Familie eine Spende übergeben, die nun in die Beschaffung von neuen GPS-Geräten einfließen soll.

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