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Tote 14-Jährige: Verdacht gegen Bekannten erhärtet sich

Die Polizei ermittelt nach dem Tod einer 14-Jährigen gegen einen Jugendlichen.
Die Polizei ermittelt nach dem Tod einer 14-Jährigen gegen einen Jugendlichen.
Tilo Wallrodt

Ist das 14-jährige Mädchen aus Wolgast an dem Wirkstoff eines Schmerzpflasters gestorben, das ihr wohl ein Bekannter gegeben hat? Während die Ermittlungen gegen den 16-Jährigen ausgeweitet werden, bleibt nach der Obduktion die Frage nach der Todesursache weiter offen.

Die Nachricht hat große Trauer und Bestürzung ausgelöst: Eine 14-jährige Schülerin aus Wolgast wurde am Sonntagmorgen tot im Haus ihrer Eltern gefunden. Schnell stand fest, dass gegen einen 16-Jährigen aus dem Bekanntenkreis des Mädchens wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln ermittelt wird.

Nun wird der Tatvorwurf gegen den 16-Jährigen erweitert. Es bestehe "der Verdacht auf leichtfertige Verursachung des Todes durch Abgabe von Betäubungsmitteln", sagte Martin Cloppenburg, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stralsund, auf Nachfrage des Nordkurier. Möglicherweise seien Bestandteile eines Fentanyl-Pflasters an die Gymnasiastin weitergegeben worden.

Todesursache noch offen

Die Obduktion habe bisher keine genauen Hinweise auf die Todesursache ergeben, sagte Cloppenburg. Nun hoffe man, dass die toxikologische Untersuchung Klarheit bringt. Der 16-jährige Verdächtige sei bisher nicht aktenkundig geworden, so Cloppenburg.

Der Wirkstoff Fentanyl unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz und wird zur Behandlung von Menschen eingesetzt, die unter starken Schmerzen leiden.

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