FLAGGEN

Unbekannte Flagge weht in Boldekow

Ein kleines Detail über dem Grafenstuhl in Boldekow hat sich geändert. Die übliche Pommernflagge weht dort nicht mehr, stattdessen eine andere Fahne. Der Grund dafür ist ein besonderes Treffen.
Eine ungewohnte Flagge weht momentan über dem Boldekower Grafenstuhl. 
Eine ungewohnte Flagge weht momentan über dem Boldekower Grafenstuhl. Christian Sauerteig
Boldekow.

In Weiß und Blau, geziert vom roten Pommerngreif in der Mitte, weht die Fahne am Boldekower Grafenstuhl im Wind. Zumindest normalerweise kennzeichnet sie die Grenze zu Mecklenburg. Jetzt überrascht aber eine andere Flagge die vorbeifahrenden Autofahrer. In Schwarz und Weiß und mit einem gänzlich anderen Emblem, einer Elchschaufel.

Es ist die Flagge der Ostpreußischen Landsmannschaft. Einem gemeinnützigen Verein, der zu den Mitgliedern des Bundes der Vertriebenen zählt. In regelmäßigen Abständen finden Treffen dieses Bundes statt, um gemeinsam der alten Heimat zu gedenken. Am ersten Advent steht im Anklamer Volkshaus sogar die Jahreshauptversammlung vor der Tür. Das sei auch der Grund gewesen, die Flagge auszutauschen, erklärte der Boldekower Bürgermeister Holger Vogel.

Pommernflagge kommt wieder zurück

„Viele der Mitglieder kommen hier vorbei“, sagte er. Mit der Flagge sollen sie begrüßt werden. „Es gibt eine gewisse Verbundenheit zwischen Pommern und Ostpreußen“, betonte Vogel. Nach dem Treffen wird in Boldekow allerdings wieder die gewohnte Flagge über dem Grafenstuhl gehisst. „Dann kommt da die Pommernflagge wieder hin“, so der Bürgermeister.

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Kommentare (1)

Oh gott - was weht da? Hat die Antifa -Streife aufmerksam gemacht? Ostpreußen - das ist doch auch irgendwie Nazi, oder? Und dann noch "Gedenken"! Na ja, die ursprüngliche Fahne weht bald wieder, versprach der Bürgermeister eilfertig. Obwohl - Pommern? Muß das sein? Warum nicht grundsätzlich die Europaflagge? Damit fühlen sich dann alle zu Hause.