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Unendliche Baustelle hat bald ein Ende

Es geht vorwärts in der Baustraße in Anklam – der Winter hat die Arbeiten ordentlich in Verzug gebracht. [KT_CREDIT] FOTO: Veronika Müller

VonVeronika MüllerEs wird gebaut in der Baustraße – seit Monaten.Die Anklamer verlieren langsam die Geduld und fragen sich: Wird dasdie langwierigste ...

VonVeronika Müller

Es wird gebaut in der Baustraße – seit Monaten.
Die Anklamer verlieren langsam die Geduld und fragen sich: Wird das
die langwierigste Baustelle der Stadt?

Anklam.Langwierig ist sie, aber nicht langweilig: die Baustelle auf der Anklamer Baustraße. Seit dem Start der Sanierungsarbeiten im Juni 2012 ist viel geschehen – Dinge, die alle Bauablaufpläne über den Haufen geworfen haben. Denn ursprünglich sollte die einstige Buckelpiste bereits zum Jahresende wieder für den Verkehr freigeben sein. Sollte. Erst entdeckten die Bauleute ein altes Pflaster in der angrenzenden Brüderstraße. Dieses stellte sich aber nach einer Prüfung durch die Fachleute als nicht so alt und besonders heraus wie gedacht. Dann aber wurde es spannend: Ein Kabelstrang kam neben der alten Post zum Vorschein. Niemand konnte die zahlreichen Verbindungsleitungen zuordnen. Wochen verstrichen, bis Stadt, Kabelbetreiber und Telekom alles geklärt hatten.
Doch das nächste Malheur wartete bereits: ein Bagger versackte in einen Gewölbekeller neben der Brüderstraße. Wieder rückten Experten an, diesmal um das unterirdische Kellergewirr unter die Lupe zu nehmen. „Nichts besonders“, winkten die Archäologen ab, und der Bau ging weiter. Zwischenzeitlich hatte sich der Energieversorger, der für die Gasleitungen in der Baustraße zuständig ist, entschieden, im Zuge der Straßensanierung seine Leitungen auch zu erneuern.
„Da diese Dinge alle Zeit kosteten, rutschte der Übergabetermin immer mehr nach hinten“, sagt Katharina Häusler vomBauamt. Und als endlich alles geklärt war, die nächste Überraschung: Der Winter schlug zu – ungewöhnlich früh, ungewöhnlich hart. Erst Anfang April konnte es wieder losgehen, denn bei Bodenfrost sind keine Arbeiten möglich.
Die Baustelle hat nun vier Monate Verzug, und es bleibt viel zu tun. Derzeit bestimmen die Gehwegpflasterer das Geschehen in der kleinen Straße. Dann kommen die Fußgängerquerungen als Verkehrsberuhigung dran. „Abschließend werden zehn Lindenbäume zwischen Brüder- und Steinstraße gepflanzt“, so Häusler. Insgesamt kostet der Bau 660000 Euro. Vorausgesetzt es läuft alles wie geplant, dann ist Mitte Juli endlich alles geschafft.