Zu den insgesamt 15 Bildern im „Labor” gibt es nur spärliche Informationen auf runden Tafeln.
Zu den insgesamt 15 Bildern im „Labor” gibt es nur spärliche Informationen auf runden Tafeln. Matthias Diekhoff
Wer will, kann seine Meinung zur Ausstellung mit kleinen Klebepunkten hinterlassen.
Wer will, kann seine Meinung zur Ausstellung mit kleinen Klebepunkten hinterlassen. Matthias Diekhoff
Steintor-Museum

Ungewöhnliche Ausstellung nur wenige Tage zu sehen

15 Bilder, die einen mehr oder weniger starken Bezug zu Anklam haben, sind derzeit im Museum im Steintor zu sehen. Wer sie noch betrachten möchte, muss sich beeilen.
Anklam

Die erste Sonderausstellung im neu eingerichteten „Labor” in der ersten Etage des Museum im Steintor ist eröffnet. Dies geschah nach dem Willen der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Sabine Görner dieser Tage ohne großes Brimborium.

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Zudem wird sie auch nur bis zum Sonntag, 15. Mai, zu sehen sein. Sie soll ein Test sein für neue Ausstellungsformate, die wieder mehr Leute neugierig machen sollen auf die Dinge, die es im Museum zu entdecken gibt.

Tief ins Depot eingetaucht

Dass die Ausstellung nur wenige Tage zu sehen wird, heißt aber nicht, dass die Mitarbeiter des Museums weniger Zeit und Engagement hineingesteckt hätten. Zunächst ging es darum, aus dem umfangreichen Depot des Museums einige Bilder auszuwählen, die entweder unbedingt mal gezeigt werden sollten, besonders gut gefallen und wenn möglich einen Bezug zu Anklam haben.

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Ein Bild konnte per Facebook ausgesucht werden und zwei weitere kamen als Leihgaben dazu. Und so sind im Labor nun insgesamt 15 Bilder von verschiedenen Malern zu sehen. Darunter natürlich Stadtansichten, aber auch Portraits und Landschaften.

Beschriftet sind die Gemälde absichtlich nicht. So könne sich jeder Besucher seine eigenen Gedanken zu den Bildern machen und dem was darauf zu sehen ist – und was vielleicht auch nicht.

Klebepunkte für Meinung der Besucher

Idealerweise könnten vor Ort auch Gespräche über das Gesehene zustande kommen, wünscht sich Sabine Görner. Ansätze dafür gibt es zumindest einige. So könnte man zum Beispiel gut darüber diskutieren, wo der Maler stand, als er die Nikolaikirche malte, ob die Ansicht vom Anklamer Hafen gespiegelt wurde oder warum ein und der selbe Maler das Portrait eines Mannes so anders angelegt hat als das von dessen Frau.

Einige Informationen zur Ausstellung gibt es auf einem Bildschirm, die zunächst nur die Neugier wecken sollen. An der Wand neben den Bilder sind dann noch einige runde Tafeln installiert, auf denen zum Beispiel die Namen der Künstler zu erfahren sind. Darunter so bekannte Maler wie Bernhard Peters oder Paul Burmeister.

Führungen und freier Eintritt am Museumstag

Zudem gibt es an der Wand auch die Möglichkeit, mit einem kleinen Klebepunkt seine Meinung zu dem ungewöhnlichen Konzept zu hinterlassen. Ergänzt wird die Ausstellung mit einer Auswahl an Büchern, die sich an verschiedene Zielgruppen richtet und einem kleinen Tisch, an dem sich kleine Museumsbesucher auch mal an einer Stadtansicht ausprobieren können. Wer will, könne sich im Labor aber auch nur etwas ausruhen und innehalten, erklärt Sabine Görner.

Ganz so sang- und klanglos wie die Eröffnung soll der letzte Tag der Ausstellung dann aber doch nicht verlaufen, der nicht ganz zufällig der internationale Museumstag ist. Am Sonntag um 11 Uhr bietet Sabine Görner eine Führung durch das Labor an. Zudem starten zeitgleich Führungen durch das gesamte Museum und das historische Klassenzimmer. Der Eintritt zum Museum ist am Sonntag frei.

 

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