Antrag zurückgezogen

Uni Greifswald: Abstimmung zum Namen fällt wohl aus

Der Antrag zur Ablegung des Greifswalder Uni-Namens „Ernst Moritz Arndt“ wurde überraschend zurückgezogen. Damit fällt die Abstimmung am Mittwoch wohl aus.
dpa
Demonstranten protestierten im Februar 2017 in der Altstadt von Greifswald gegen die Ablegung des Namens "Ernst Moritz Arndt" durch die Universität Greifswald. An diesem Mittwoch sollte erneut darüber abgestimmt werden, aber daraus wird wohl nichts.
Demonstranten protestierten im Februar 2017 in der Altstadt von Greifswald gegen die Ablegung des Namens „Ernst Moritz Arndt” durch die Universität Greifswald. An diesem Mittwoch sollte erneut darüber abgestimmt werden, aber daraus wird wohl nichts. Stefan Sauer / dpa
Greifswald

Zwei Tage vor einer möglichen neuen Abstimmung zur Ablegung des Namens „Ernst Moritz Arndt“ durch die Universität Greifswald haben die studentischen Senatoren ihren Antrag überraschend zurückgezogen. Es seien noch nicht alle Details im Zusammenhang mit den Beanstandungen durch das Bildungsministerium geklärt, teilte der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses, Fabian Schmidt, am Montag mit.

Abstimmung unwahrscheinlich

Der Antrag auf erneute Abstimmung werde vorerst zurückgezogen, bis die Situation eindeutig geklärt sei. Damit wird eine Abstimmung am Mittwoch über die Ablegung des Uni-Namens unwahrscheinlich. Nach Angaben eines Uni-Sprechers liegt kein weiterer Antrag zur Namensablegung vor.

Der Greifswalder CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow begrüßte, dass der Antrag zurückgezogen wurde. „Dies ist aber keine Kehrtwende“, sagte er. Es gebe aber der Universität Zeit, die Situation neu zu bewerten und auch die Bürger mit einzubeziehen.

Bürgerschaft hält an Sitzung fest

Die Bürgerschaft in Greifswald will wegen des Arndt-Streits am Dienstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Ursprünglich sollte an die Uni appelliert werden, am Mittwoch keine Entscheidung zu treffen. Nach Angaben der CDU-Fraktion ist die Bürgerschaftssitzung nach dem Rückzug des Antrags nicht hinfällig, da die Universität auch aufgefordert werden soll, mit der Stadt in einen Dialog über die Namensablegung zu treten.

Vor einer Woche hatte das Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur die Entscheidung des Senates, den umstrittenen Patron aus dem Namen der Hochschule zu streichen, aus formellen Gründen abgelehnt.

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