ELCH GESUCHT

Usedomer Elch ist abgetaucht

Tagelang hat der Problem-Elch von der Sonneninsel für Aufsehen in den Ostseebädern gesorgt. Jetzt scheint er spurlos verschwunden zu sein.
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Der Usedomer Elch hat sich lange nicht mehr blicken lassen.
Ein Bild aus vergangenen Tagen: Der Usedomer Elch hat sich lange nicht mehr blicken lassen. Mirko Arndt
Usedom ·

Nichts. Kein Lebenszeichen. Kein Foto. Kein Anruf. Nachdem der Ordnungsamtschef des Amtes Usedom Nord, Bernd Meyer, Anfang vergangener Woche mit Elch-Meldungen bombardiert worden war, ist nun erst einmal Ruhe eingekehrt. Seit Mittwochabend habe es keine Informationen mehr zu dem etwa ein Jahr alten Elch-Bullen gegeben, sagte Meyer am Montag. „Zuletzt wurde er am Flughafen Peenemünde gesichtet.”

Diese vorerst letzte Information zu dem aus Polen eingewanderten Tier lasse laut Meyer darauf schließen, dass der Elch im rund 20 Quadratkilometer großen Wald Unterschlupf gefunden hat, der sich am Peenemünder Haken erstreckt. Ein Teil des Areals sei Naturschutzgebiet. Wälder, Lichtungen, sumpfiges Gelände und ein Wasserzugang am Peenestrom – im Nordwesten Usedoms findet der Elch ideale Lebensbedingungen.

Der Elch wurde als Gefahr für die Öffentlichkeit eingestuft

Zuvor war das Jungtier in Heringsdorf, Bansin und zuletzt in Zinnowitz aufgefallen, weil es scheinbar keinerlei Angst vor den Menschen zu haben schien. Seelenruhig ließ es sich der Elch in Vorgärten schmecken. Wenig Scheu zeigte er auch bei einem Spaziergang durch den Ortskern von Zinnowitz, wo er unter anderem an der Vineta-Bühne gesichtet worden war. Sehen Sie hier ein Video.

Auch wenn der Elch seit mehr als vier Tagen abgetaucht ist, geht Felix Adolphi, Chef des Forstamtes Pudagla, nicht davon aus, dass sich der Bulle dauerhaft auf Usedom ansiedelt. Dafür bräuchte es eine junge Elch-Kuh, mit der sich der Bulle paaren könne. Zudem sei Usedom durch Straßen und Orte zu stark durchschnitten.

Wie andere Elche, die in den vergangenen Jahren auf Usedom oder in der Uecker-Randow-Region gesichtet wurden, drohe dem Tier der Tod auf der Straße bei einem Zusammenstoß mit einem Auto, sagte Adolphi. Möglicherweise kommt Ordnungsamtsleiter Meyer aber einem Unfall zuvor: Da der Elch als Gefahr für die Öffentlichkeit eingestuft wurde, soll das Tier eingefangen werden, sobald es wieder in einem Ort auftaucht.

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Kommentare (2)

Der Elch hat keine Lust mehr jeden Tag eine neue "Sommerloch"-Geschichte über sich im Nordkurier zu lesen.
Die größere Gefahr für die Öffentlichkeit sind im Sommer definitiv viele Touristen...

Elch Airways hat ihn in Nacht-und-Nebel-Aktion ausgeflogen. Er war ein Elch-Agent.