Hoher Schaden
Vandalismus am Anklamer Weihnachtsbaum

In diesem Winter wird der Anklamer Weihnachtsbaum nicht mehr im Dunkeln leuchten. Die Lichterketten wurden durchtrennt. 
In diesem Winter wird der Anklamer Weihnachtsbaum nicht mehr im Dunkeln leuchten. Die Lichterketten wurden durchtrennt.
Anne-Marie Maaß

Unbekannte haben sich an der Beleuchtung des Anklamer Weihnachtsbaumes zu schaffen gemacht. Die Gefahr, dort einen Stromschlag zu erleiden, ist nun gebannt worden. Der Schaden bleibt immens.

Wird ab 2019 in Anklam konsequent Strom gespart? Zumindest steht der große Weihnachtsbaum auf dem Anklamer Marktplatz seit dem Jahreswechsel im Dunkeln. Kein Lämpchen leuchtet mehr an den Ästen. Dahinter steckt jedoch nicht der Sparwille der Stadt, sondern die Zerstörungswut Einzelner. Die Unbekannten müssen sich in den vergangenen Tagen an den Lichterketten des Baumes zu schaffen gemacht haben.

Wohl um den Silvestertag herum haben die Täter zugeschlagen. Sie rissen die Lichterketten nicht nur teilweise herunter, sondern zerschnitten diese auch noch, was den Schaden erheblich größer ausfallen lässt. Am 2. Januar ist der Vorfall den Mitarbeitern in der Stadtverwaltung aufgefallen. „Aufgrund des Ausmaßes haben wir uns dazu entschlossen, dass die Beleuchtung in diesem Jahr nicht mehr repariert wird, wenn das denn überhaupt möglich ist, oder ersetzt wird“, sagt Bauamtsleiterin Sylvia Thurow.

Vandalen am Baum bereits Anfang Dezember

Teile der zerschnittenen Lichterketten wurden vom Bauhof eingesammelt, der Strom zur Sicherheit abgestellt. Den genauen Schaden soll ein Elektriker beziffern. Fest steht: Eine einzige der gut zwölf Meter langen Lichterketten schlägt mit rund 100 Euro zu Buche. Den Marktbaum zieren mindestens acht davon. Dementsprechend werde der Schaden wohl insgesamt bei rund 1000 Euro liegen, hieß es aus dem Bauamt.

Bereits Anfang Dezember hatten Vandalen einen Teil der Beleuchtung des Baumes auf dem Anklamer Marktplatz beschädigt. Damals konnten die Schadstellen allerdings noch von den Bauhof-Mitarbeitern repariert werden.

Die Versicherung übernimmt den Schaden nicht

Die Stadtverwaltung hat nun Anzeige bei der Polizei erstattet. Eines sei dabei schon klar, die Versicherung wird den Schaden nicht übernehmen, so Thurow. Insgesamt sei es einfach nur ärgerlich, dass etwas, was zur Freude aller Anklamer gemacht wird, von Einzelnen zerstört werde. Noch hofft man im Bauamt darauf, dass sich ein Zeuge findet, der vielleicht den oder die Täter benennen kann.

„Inwieweit wir für das kommende Weihnachtsfest aus dem Vorfall Konsequenzen ziehen, müssen wir sehen“, sagt Sylvia Thurow. Bislang gab es in den vergangenen Jahren Kritik daran, dass die Lichterketten gut zwei Meter über dem Boden endeten. In diesem Winter habe es nun den Versuch gegeben, die Beleuchtung bis zum Boden zu ziehen. „Vielleicht geht es aber nicht anders, als weiter oben aufzuhören“, ergänzt sie.

 

Kommentare (1)

... mit diesem Ausdruck in der Meldung tut man den Vandalen Unrecht. Von den Hunnen vertrieben, suchte dieser germanische Stamm eine Überlebenschance in der Ferne. Alles Tun war darin begründet, dem Volk mit seinen Traditionen eine Zukunft zu geben. Das ist bei den "besoffenen Knalltüten" vom Anklamer Markt nun sicher nicht die Intention gewesen. Die wissen gar nicht, was die Worte "Tradition", "Germanien" oder auch "Volk" bedeuten ...